LR Bischof: Motto heisst "Bleib fit im Kopf"

Neues Projekt "Demenz 2000" gestartet

Bregenz (VLK) - Gemeinsam mit Projektleiterin Barbara
Rehberger und VGKK-Obmann Wieland Reiner präsentierte
Landesrat Hans-Peter Bischof heute, Montag, das neue
Pilotprojekt des Arbeitskreises für Vorsorge- und
Sozialmedizin (aks) "Demenz 2000" zur Früherkennung
altersbedingter Risikofaktoren. Unter Demenz versteht man altersbedingte Verwirrtheit, Vergesslichkeit und Depression.
Ziel ist die möglichst frühzeitige Erkennung dementieller Erkrankungen. Diese neue, erweiterte Gesundenuntersuchung für Menschen ab 65 kann ab diesem Monat bei jedem Hausarzt in
Anspruch genommen werden. ****

Das Vorarlberger Gesundheits- und Vorsorgemodell gilt
europaweit als vorbildlich. Dass es auch erfolgreich ist,
belegen eindeutig die Fakten. Landesrat Bischof: "Innerhalb
von nur elf Jahren steigerte sich in Vorarlberg die
Lebenserwartung bei den Frauen um zwei auf 82 Jahre und bei
den Männer um fast vier auf 76 Jahre. Im internationalen
Vergleich liegt unser Land damit mit an der Spitze. Und auch subjektiv fühlen sich die Vorarlberger gesünder als der Rest
von Österreich."

Damit dass Menschen in Vorarlberg immer älter werden, ist natürlich auch eine Zunahme von Abnützungserscheinungen nicht
nur bei Gelenken oder Gefäßen, sondern auch am Gehirn
verbunden. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass
diesem Alterungsprozess des Gehirns entgegen gewirkt werden
kann, vor allem, wenn die dementielle Erkrankung möglichst frühzeitig erfasst und dann entsprechende Behandlungs- und Betreuungsmaßnahmen einsetzen. Genau hier setzt "Demenz 2000"
an.

So wie man den Körper durch Bewegung gesund erhalten kann,
kann man auch das Gehirn trainieren. "Das neue Programm steht deshalb unter dem Motto 'Bleib fit im Kopf'. Diese 'Fitness
im Kopf' sichert den Menschen Selbstständigkeit und
Selbstwert, eine höhere Lebensqualität und hilft,
psychosoziale Probleme zu vermeiden", ist Landesrat Bischof überzeugt. Besonders freute Bischof, dass es gelungen ist,
bei der Umsetzung dieses Projektes den übereinstimmenden
Konsens sowohl mit der Vorarlberger Gebietskrankenkasse als
auch der Ärztekammer für Vorarlberg herzustellen.

Die Psychotherapeutin Barbara Rehberger leitet das Projekt
beim aks und erläuterte den Ablauf. Nach der Erfassung der altersbedingten Risikofaktoren durch die Gesundenuntersuchung
beim Hausarzt kann der auffällige Patient zur diagnostischen Abklärung zum Facharzt überwiesen werden. Dort kommt es zur Entscheidung über die weiteren therapeutischen Maßnahmen. Für
die Rehabilitation stehen Tagesstrukturen in Form von Gruppen
sowie Betreuungspersonal beim aks in Dornbirn und in der Praxisgruppe Bregenz zur Verfügung. Dort wird
Haushaltstraining, Gedächtnistraining und Ergotherapie
angeboten. Einen wichtigen Bereich stellt auch die Betreuung
der Angehörigen dar, die den Patienten betreuen. Sie sollen besonders unterstützt werden, tragen sie doch wesentlich zum
Erfolg des Projektes bei.
(hh/gw,nvl)

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