SJ-Chef Pichler: "Neuerlich Anlass zur Gelassenheit, Herr Schüssel?"

Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend
Österreich, Robert Pichler, nahm heute,Montag, zu den Worten des neu gewählten Landesparteiobmannes der FPÖ Niederösterreich Stellung.

"Zum wiederholten Male greift ein hoher Funktionär der Freiheitlichen Partei tief in den Schmutzkübel der Geschichte, um zu demonstrieren, wes Geistes Gut sich hinter der blauen Fassade verbirgt!" so SJ-Chef Pichler.

"Mittlerweile ist aber das eigentlich Aufregende an dieser Aussage nicht mehr ihr Inhalt und historischer Bezug an sich, sondern daß sich scheinbar darüber überhaupt niemand mehr aufregt!" empört sich der Vorsitzende. "Tatsächlich scheint es der braun-blauen Gesinnungsgemeinschaft zu gelingen, die Aussagen des faschistischen Terrorregimes durch ständiges Wiederholen wieder zur Normalität werden zu lassen!"

"Was aber folgt dem normal gewordenen Nazi-Ehrenkodizes? Diese Frage sollte sich nicht nur prinzipiell jeder aufrechte Demokrat stellen, sondern vor allem unser Herr Bundeskanzler, der ja mit jenen koaliert, die sich mit alten Schwüren schmücken!" meint Pichler. "Oder ist es vielleicht gar nicht die ständige Wiederholung der Nazi-Rhetorik, die diese wieder salonfähig macht, sondern die Gelassenheit, mit der ihr der Bundeskanzler begegnet?"

"Wie weit geht aber die Gelassenheit des Machtmenschen Schüssel? Kann er seine Regierung auch noch rechtfertigen, wenn im Ministerrat der VP-Arbeitsminister mit einer "ordentlichen Beschäftigungspolitik" vor dem braun-blauen Koalitionspartner reüssieren will? Wird es ihn weiterhin kaltlassen, wenn die Ansätze einer humanen Asylpolitik in "Straflagern" enden?" fragt sich der SJ-Vorsitzende. "Oder wird er sich, wenn es zu spät ist, mit zerknirschtem Gesicht zurückmelden und erneut Kraus zitieren: "Das habe ich nicht gewollt!"?"

"Mich lassen diese Aussage und die zweifelhaften Entschuldigungen des Herrn Windholz und seiner Konsorten nicht kalt!" so SJ-Vorsitzender Pichler abschließender. "Und es gilt mehr denn je:
Wehret den Anfängen!"

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