HGPD-Kaske: "Demontage statt Reform in Sachen Hausbesorger"

Enquete am 8. Juni 2000

Wien (HGPD/ÖGB). "Das wird wahrlich eine schwarze Woche für die Arbeitnehmer", erklärte der Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD), Rudolf Kaske, heute Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch und dem Vorsitzenden der Gewerkschaft Bau-Holz, Johann Driemer. Kaske kritisierte dabei vor allem die Abschaffung des Hausbesorgergesetzes und den Plan, zusätzliche Saisonniers für den Tourismus zu genehmigen.++++

"Im Koalitionsabkommen von ÖVP und FPÖ wurden im Bereich der Hausbesorger Reformen mit Übergangsbestimmungen versprochen", erläuterte Kaske: "Herausgekommen ist trotz der Warnungen namhafter Experten die Demontage eines Berufsstandes." Man versuche zwar zu beschwichtigen mit Versprechen, dass das Hausbesorgergesetz für jene, die den Beruf schon vor dem 1.Juli 2000 ausgeübt haben, weiter gelten werde, aber in der Gewerkschaft HGPD schenkt man derlei Versprechen keinen Glauben. Kaske: "All unsere Bemühungen, faire Lösungen zu finden, wurden in den Wind geschlagen, aber wir geben nicht auf. Morgen werden Zehntausende Unterschriften für den Erhalt der Hausbesorger an Minister Bartenstein übergeben. Am Donnerstag, den 8. Juni 2000, führen wir im Hochholzerhof der BAWAG ein Gipfelgespräch mit Vertretern der Wohnungswirtschaft. Wir erwarten uns Ergebnisse und die Chance auf künftige Kollektivvertragspartner."

Auch auf die Pläne der Regierung, das Saisonnierkontingent aufzustocken, reagiert Kaske allergisch: "4.000 Saisonniers, oder besser gesagt Arbeitssklaven, für den Sommer und eben so viele für den Winter - bei rund 35.000 Arbeitslosen in unserer Branche, ist diese Ansage der Politiker glatter Hohn." Wer mehr Saisonniers ins Land hole, nehme In- und Ausländern die Chance auf Dauer zu arbeiten. "Wenn diese Regierung das Spiel mit dem Feuer sucht, wird sie bemerken, dass man sich dabei auch die Finger verbrennen kann", schloss Kaske.

Zum Gipfeltreffen mit der Wohnungswirtschaft unter dem Motto "Abschaffung des Hausbesorgergesetzes mit 1. Juli 2000 - Was nun?" ist natürlich auch die Presse herzlich eingeladen.

BITTE MERKEN SIE VOR:

Donnerstag, 8. Juni 2000, Beginn 8.30 Uhr
BAWAG, Hochholzerhof, 1.Stock, großer Sitzungssaal
Seitzergasse 2-4, 1010 Wien

Wir würden uns freuen eine Vertreterin bzw. einen Vertreter Ihrer Redaktion bei diesem Pressegespräch begrüßen zu können. (kk)

ÖGB, 5. Juni 2000
Nr. 455

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