Wirtschaft stellt sich digitaler Herausforderung

WKÖ fordert von Regierung rasche Umsetzung des Projekts eGovernment - Belangsendung der WKÖ am 7.6. auf Ö1

Wien (PWK) - Neue Kommunikationstechnologien revolutionieren nicht nur unser Freizeitverhalten. Auch die Arbeitswelt kommt ohne Internet, Mobilkommunikation und neue Medien nicht mehr aus. Wirtschaftskammer-Präsident Leopold Maderthaner hat dieses Thema zum zentralen Schwerpunkt beim Tag der Wirtschaft erklärt und mit der Einladung von 1000 Schülerinnen und Schülern ins Haus der Wirtschaft eine deutliche Botschaft an die Jugend gerichtet:

Maderthaner: Wir stehen vor der digitalen Herausforderung. Die Arbeitswelt ohne Internet und eMail ist heute nicht mehr vorstellbar. Information ist heute alles. Und wer es versteht, die neuen Medien effizient zu nutzen, hat entscheidende Wettbewerbsvorteile.

Moderator: Was die Wirtschaft daher brauche, so Maderthaner, seien qualifizierte Mitarbeiter mit profunden Kenntnissen in der Informationstechnologie. Allein im Telekom- und Medienbereich rechnet er mit einer Nachfrage von 13.000 Fachkräften in den kommenden Jahren. Die Nutzung des Internet dürfe auch vor den Behörden nicht Halt machen, appellierte Wirtschaftskammer-Präsident Maderthaner und richtete an die Bundesregierung einen 9-Punkte-Forderungskatalog, der den Umgang mit Ämtern und Behörden in Zukunft auch via Internet ermöglichen soll. Die Kurzbezeichnung dafür: eGovernment.

Maderthaner: Erstens: eGovernment muss Chefsache sein.

Der Bundeskanzler persönlich soll sich nach Vorstellung der Wirtschaftskammer für die Umsetzung des Projekts eGovernemnt einsetzen.

Maderthaner: Zweitens: Österreichweite Einführung von Standards beim Kontakt zwischen Behörden und Unternehmen.

Dadurch soll erreicht werden, dass in ganz Österreich die gleiche Software für eGovernment eingesetzt wird. Vergleichbar etwa mit der Vereinheitlichung von Formularen.

Maderthaner: Drittens: Einsetzen einer Task Force zur Vorbereitung und Umsetzung von eGovernment.

Davon erwartet sich die Interessenvertretung der Wirtschaft den Abbau bürokratischer Hürden für Unternehmer. Viertens verlangte Maderthaner den Zugang zu bestehenden Online-Verfahren auch für Unternehmen.

Maderthaner: Fünftens: Schaffung von Computerprogramm-Schnittstellen.

Damit soll sichergestellt werden, dass etwa eine Steuererklärung eines Unternehmens vom Finanzamt tatsächlich verarbeitet werden kann.

Maderthaner: Weiterentwicklung von Help.gv für Unternehmen

Bekanntlich hat die Regierung mit www.help.gv.at ein vorbildliches Informationssystem für den Bürger eingerichtet. Das sollte nun auch für Unternehmen ausgebaut werden.

Maderthaner: Siebentens: Abstimmen des Informationsangebots mit der Wirtschaft.

Die Wirtschaft bietet der Verwaltung bei der Umsetzung des eGovernment-Projektes ihre Mitarbeit an.

Maderthaner: Achtens: Verbesserung der technischen Ausstattung und Personalschulung im öffentlichen Dienst. Und Neuntens: Abstimmung österreichischer mit den europäischen eGovernment-Anwendungen.

eGovernment? Für die Unternehmen würde die elektronische Abwicklung von Behördenwegen eine enorme Zeit- und Kostenersparnis bringen.

Maderthaner: Wenn uns die Realisierung von eGovernment gelingt, dann ist das in Österreich mit Sicherheit die größte Verwaltungsreform seit Maria Theresia. (pt)

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