KfV-Appell für ein unfallfreies Pfingstwochenende

Wien (OTS) - Damit das kommende Wochenende nicht den gleichen Blutzoll fordert wie das vergangene mit 15 Todesopfern fordert das KfV: Gezielte Überwachung, klare und vollziehbare Regelungen des Abstandsverhaltens und der Sanktionen für Gurtenmuffel, sowie ein Appell an alle Zwei- und Vierradpiloten: Gebt Acht!

Wenn der Sommer nicht mehr weit ist, wollen zigtausende Österreicher und Österreicherinnen nix wie weg und in den wohlverdienten Pfingsturlaub fahren. Damit der Kurzurlaub so schön endet wie er beginnt, sollten Sie sich an die "Spielregeln" im Straßenverkehr halten: angepaßte Geschwindigkeit, ausreichendes Abstandsverhalten, kein Alkohol, Angurten und ein eigenverantw= ortliches Fahrverhalten an den Tag legen.

Ein schönes Wochenende lockt Zweiradfahrer zur Ausfahrt, die oft tödlich endet: 45 Motorradfahrer kamen im heurigen Frühling bereits ums Leben, allein am vergangenen Wochenende waren es sieben. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung um mehr als 50%! Wenn ein Pkw-Lenker mit einem Motorradfahrer zusammenkracht ist die Hauptunfallursache, daß der Autofahrer den Einspurigen übersehen hat oder dessen Geschwindigkeit unterschätzt wurde. Also: besondere Rücksicht walten lassen, denn Einspurige haben keine Knautschzone. Für den Motorradfahrer gilt: "Nimm dich zurück" - Auch wenn das Gefühl zum Gas geben verleitet, die Vernunft siegen lassen und dem eigenen Können und der Situation entsprechend fahren. Denn: Das Unfallrisiko ist für Einspurige etwa zehnmal so hoch wie für Autofahrer.

Die hohen Unfallzahlen vom Oster- und Christi Himmelfahrt-Wochenende und die dramatisch gestiegen Opfer von Motorradunfällen geben Anlaß, um Alarm zu schlagen:

- Das KfV fordert eine flächendeckende Überwachung für das Pfingstwochenende. Um die gezielte Überwachung aufrecht zu erhalten, sind mehr Mittel nötig. Ein bestimmter Prozentsatz der Strafgelder ist zweckgebunden, d.h. er fließt in die Finanzierung zukünftiger Kontrollen ein. Das KfV fordert die Erhöhung der Strafgeld-Zweckbindung. Allein die Präsenz der Exekutive kann die Minderheit der unverbesserlichen Raser dazu bringen, sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit zu halten.

- Eine klare Regelung für das Abstandsverhalten. Etwa jeder sech= ste Unfall mit Personenschaden ist ein Auffahrunfall. Auf Autobahnen ist schon beinahe jeder zweite Unfall ein Auffahrunfall. Fazit: Das Abstandsverhalten der Fahrer trägt wesentlich zur Verkehrssicherheit bei. Aber in der StVO gilt die schwammige Definition, einen "ausreichend langen" Abstand einzuhalten. Generell hat sich die 2-Sekungen-Regel eingebürgert. Das ist gerade bei hohen Geschwindigkeiten knapp bemessen, aber viele Fahrer halten sich nicht einmal daran. Hier ortet das KfV Handlungsbedarf.

- Das KfV fordert höhere Strafen für Gurtenmuffel! Darüber h= inaus fordert das KfV eine Regelung, die für die Exekutive vollziehbar ist, was man von der derzeit geltenden nicht behaupten kann. Das Risiko, bei einem Unfall getötet zu werden, ist für Gurtenmuffel neunmal so hoch wie für angegurtete.

Unfallbilanz der Vorwoche:

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren 9 PKW-Insassen (davon 8 Lenker), 1 Lkw-Lenker, 7 Motorrad-Lenker und 3 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (9), Vorrangverletzung (4), Überholen (1), Unachtsamkeit (1), Fahrstreifenwechsel (1) und Fehlverhalten Fußgänger (1) festgestellt werden. Bei 2 Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. 1 Fußgänger kam durch Fremdverschulden ums Leben. 4 der 19 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang waren so genannte "Alleinunfälle". 1 tödlich verletzter Fahrzeuglenker war nicht angegurtet.

Vom 1.Jänner bis zum 4. Juni dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 385 Verkehrstote, (30-Tages-Fristabgrenzung bis Ende April berücksichtigt), im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 409 Menschen tödlich.

Diese bedenklichen Unfallzahlen sind eine Aufforderung, um Maßnahmen zu setzen und, um an das Verantwortungsgefühl der Verkehrsteilnehmer zu appellieren. Das gilt besonders für das kommende Pfingstwochenende, wo erfahrungsgemäß wieder viele "Sonntagsfahrer" und Motorradfahrer in den Urlaub rollen werden.

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