Leben ohne Stempelmarke: man zahlt lieber bar

Fragebogenaktion: "Langer Donnerstag" bei der Stadt Wien wird von 22 Prozent genutzt - Abkehr von der Stempelmarke wird begrüßt

Wien, (OTS) Die Barzahlung an Stelle der früheren
Stempelmarke kommt gut an, die Umstellung weg vom Markenpicken
wird begrüßt, die aktuellen Zeiten des Kundenverkehrs in den Wiener Amtshäusern entsprechen weit gehend den Wünschen der BürgerInnen und 22 Prozent der TeilnehmerInnen an einer entsprechenden Umfrage haben den "langen Donnerstag" schon
genutzt: das sind kurz gefasst die Ergebnisse einer Fragebogenaktion, die im Frühjahr auf Initiative der Magistratsdirektion-Verwaltungsorganisation vom Presse- und Informationsdienst in mehreren Wiener Amtshäusern durchgeführt wurde.

Übrigens: zum Zeitpunkt der Untersuchung gab es noch Bezirksämter ohne Bankomatkassen. In der Zwischenzeit aber wurden Bankomatkassen in sämtlichen Bezirksamtshäusern in-stalliert. Daher kann man nun in allen magistratischen Bezirksämtern sowie in dort unter-gebrachten Außen-stellen anderer Magistratsabteilungen mit Bankomatkarte zahlen. Die Bankomatkarte ist auch in vielen anderen Dienst--stellen der Stadt Wien, in denen Bürger/innen Zahlungen tätigen (etwa in den Magistrats-abteilungen 6, 20, 35,
46 und 61), nun einsetzbar.****

Gefragt wurde, wie es den KundInnen der Stadt Wien mit der teilweise bereits erfolgten Abschaffung der Stempelmarke geht, ob sie sich davon eine Erleichterung erwarten und welche Art der Bezahlung - bar, Zahlscheine, Bankomat, Kreditkarte - ihnen am meisten zusagen würde. Fragen gab es auch zur Akzeptanz des
"langen Donnerstags", der bei der Stadt Wien schon vor Jahren eingeführt wurde: In vielen Dienststellen stehen die MitarbeiterInnen den BürgerInnen donnerstags bis 17.30 zur Verfügung. Der "lange Donnerstag" wird vorwiegend von jüngeren (berufstätigen) Kund/innen genutzt.

Die "Kundenumfrage Gebühren" wurde in den Amtshäusern 1, Wipplinger Straße 8 (hier sind das Magistratische Bezirksamt für den 1. und 8. Bezirk, MBA 1/8 und die für das Gewerbewesen zuständige MA 63 untergebracht), 2, Karmelitergasse 9 (MBA 2), 10, Laxenburger Straße 43-47 (MBA 10), 15, Gasgasse 8-10 (MBA 15) und 23, Perchtoldsdorfer Straße 2 (MBA 23) durchgeführt. In diesen Amtshäusern konnte man bereits im Frühjahr, zum Zeitpunkt der Erhebung, stempelmarkenfrei, mittels Bankomat, Gebühren bezahlen.

Zum Vergleich mit Amtshäusern - damals - ohne Bankomatkasse wurde eine Befragung auch im Amtshaus 21, Am Spitz 1 (MBA 21) durchgeführt.

Die BürgerInnen erhielten einen Fragebogen und wurden
ersucht, diesen anonym auszufüllen. 919 Personen hatten sich an
der Aktion beteiligt. Die wichtigsten Ergebnisse:

o Die neue Art der Bezahlung von Gebühren - bar oder mit

Bankomatkarte -war einem Großteil (72 %) bereits bekannt.
o Die überwiegende Mehrheit (83 %) der KundInnen in den Amtshäusern

entschied sich für die Barzahlung, vor allem ältere Menschen. Generell war man aber mit beiden Optionen (bar/Bankomatkarte) zufrieden; wer mit Bankomatkarte bezahlt hatte, äußerte sich fast

überschwänglich positiv dazu (zu den Gebühren selbst vermutlich aber nicht).
o Die Umstellung vom Marken picken zu Barzahlung/Bankomatkarte
wird

eindeutig (von 80 Prozent) begrüßt, die Präferenz der neuen Zahlweise nimmt allerdings mit dem Alter der KundInnen ab.
o Bevorzugt wird Barzahlung, gefolgt von der Bankomatkarte. Für

Möglichkeiten wie Zahlschein, Kreditkarte, Internet können sich nur wenige erwärmen.
o Eher misstrauisch standen die KundInnen, die die neuen

Zahlungsmodalitäten noch nicht ausprobieren konnten (Kontrollgruppe im MBA 21), diesen gegenüber.
o Die Frage nach der Zufriedenheit mit den Öffnungszeiten der Ämter

zeigte, dass die aktuellen Öffnungszeiten der Wiener Ämter offensichtlich weitgehend den Anforderungen der BürgerInnen entsprechen (80 Prozent sind damit zufrieden). Und: je älter, desto zufriedener damit - bei den älteren Menschen gibt’s zu
92 Prozent Zufriedenheit mit den Öffnungszeiten.
o Den langen Donnerstag kennt rund die Hälfte der Befragten,

22 Prozent davon haben von dieses Serviceangebot schon genutzt. (Schluss) hrs

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Helga Ruzicka-Stanzel
Tel.: 4000/81 856
e-mail: ruz@m53.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz:

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK