FORMAT-Wählerstromanalyse: ÖVP (31 Prozent) gewinnt als neue Nummer 1 insgesamt fast 200.000 Stimmen - 87.000 von der SPÖ, 111.000 von der FPÖ

Klarer Umfrage-Verlierer FPÖ (24 Prozent) muß 58.000 Stimmen an SPÖ abgeben.

Wien (OTS) - Das Meinungsforschungsinstitut OGM hat im Auftrag von FORMAT eine Wählerstromanalyse durchgeführt, die in der am Montag erscheindenden Ausgabe veröffenlticht wird. In der jüngsten OGM-Umfrage hat die ÖVP erstmals nach 14 Jahren die SPÖ in der Wählergunst überholt und hält nun bei 31 Prozent, die SPÖ rangiert bei 30 Prozent, die FPÖ stagniert (24 Prozent), die Grünen halten bei 12 Prozent und die Liberalen sind mit zwei Prozent Wählerzuspruch unter die statistische Schwankungsbreite gefallen.

Das OGM-Institut hat nun auf Basis der abgegebenen gültigen Stimmen bei der Nationalratswahl am 3. Oktober und zweier Umfragewellen im Mai (repräsentatives Sample 1.500 Befragte österreichweit) eine Wähelstromanalyse durchgeführt. Die ÖVP (1,24 Millionen Stimmen am 3. Oktober) gewinnt 111.000 Stimmen von der FPÖ, 87.000 Stimmen von der SPÖ und 10.000 von den Liberalen. Grund für diesen Zuwachs sind laut OGM-Chef Wolfgang Bachmayer "Kanzler- und Regierungsbonus, sowie die EU-Sanktionen, die für die ÖVP ein Glücksfall sondergleichen sind." Die einzig positive Nachricht für die SPÖ (1,5 Millionen Stimmen am 3. Oktober): Sie gewinnt die Arbeiter von der FPÖ zurück. 58.000 Wähler haben seit der Nationalratswahl die FPÖ Richtung SPÖ verlassen. Bei Beamten und Angestellten hat die Sozialdemokratie laut Bachmayer allerdings Verluste zu verzeichnen. Nach der OGM-Wählerstromanalyse verliert die SPÖ auch massiv Richtung Grüne: 104.000 Wähler sind seit dem 3. Oktober von rot zu grün gewandert.

Die Freiheitlichen, sie liegen in der Sonntagsfrage mit 24 Prozent klar an dritter Stelle (3. Oktober: 1,24 Millionen Stimmen), verlieren in alle Richtungen: 111.000 Wähler an die ÖVP, 58.000 an die SPÖ, 11.000 an die Grünen. Der Grund dafür liegt laut Bachmayer an den Umstellungsschwierigkeiten von der Oppositionspartei zur Regierungspartei: "Sie verliert den Opposationsbonus und kann als Juniorpartner der ÖVP nicht punkten, da die ÖVP einfach geschickter agiert." Die Einbußen der FPÖ ziehen sich quer durch alle Berufsgruppen.

Die Grünen gewinnen von allen Parteien dazu, am meisten allerdings von SPÖ (plus 104.000) und den Liberalen (plus 45.000).

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Format
Innenpolitik
Andreas Weber
Tel.: 0664/302 73 27

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS