"profil": Schlingensief-Projekt bei Salzburger Festspielen

Regisseur Schlingensief von Baumbauer eingeladen - Wiern Festwochenprojekt führt dazu, dass "Politiker ihre wahren Fratzen zeigen

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag
erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil"
gibt der deutsche Regisseur Christoph Schlingensief
bekannt, von Frank Baumbauer, dem Schauspieldirektor
der Salzburger Festspiele, für diesen Sommer zu einem
"politischen Projekt" eingeladen worden zu sein.
Schlingensief: "Salzburg braucht Passionsspiele, und die
können wir der Stadt und dem Festival schenken."

Bezüglich seines bevorstehenden "Ausländer-raus"
Projektes bei den Wiener Festwochen meint Schlingensief,
dass es "großartig" wäre, "wie kompromisslos
Festivaldirektor Luc Bondy hinter dem Projekt" stünde.
Das Projekt schaffe einen Zustand, "aufgrund dessen die
Politiker ihre wahren Fratzen zeigen", so Schlingensief in
Richtung FPÖ. Die Anerkennung Österreichs in der EU
werde "dadurch nicht leichter".

Sein Grazer Aufruf "Tötet Wolfgang Schüssel" sei ein
Theaterstück gewesen, betont der Regisseur. Er glaube
nicht, dass es tatsächlich zu einer Anklage kommen werde. Allerdings "wäre es für alle eine große Freude, wenn die
Freiheit der Kunst vor einem österreichischen Gericht
stünde". Ein Tötungsaufruf sei auch gar "nicht mehr von
Nöten", so Schlingensief, da hier ein
"Selbsttötungsvorgang" stattfinde. "Ich glaube", so
Schlingensief, "an Wolfgang Schüssels Gesicht positive Verfallserscheinungen ablesen zu können."

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