"profil": Huber AG in finanziellen Schwierigkeiten

Vorarlberger Wäschehersteller mach 69,5 Mio. S. Verlust - Aktionäre müssen 50 Mio. zuschießen - Rhomberg scheidet aus Vorstand aus

Wien (OTS) - Die Huber Holding AG, mit 1,7 Milliarden
Schilling Umsatz größter Textilbetrieb Vorarlbergs, steckt
nach zwei Verlustjahren in finanziellen Schwierigkeiten.
Dies berichtet das Magazin "profil" in der Montag
erscheinenden Ausgabe.

Weil das Geschäftsjahr 1999 deutlich schlechter
ausgefallen ist als erwartet und ein Verlust von 69,5 Mio.
S. verzeichnet werden musste, wurden die Eigentümer nun aufgefordert, insgesamt 50 Mio. Kapital nachzuschießen. In
einem "profil" vorliegenden Aktionärsbrief vom 22. März
2000 heißt es wörtlich: "Wir benötigen dringend frische
Mittel zur Deckung der aufgelaufenen Verluste. Auch wird
eine solche Maßnahme die gefährdete Vertrauensbasis mit
den Banken stützen."

In der Hauptversammlung am 6. Juni soll diese
Kapitalerhöhung beschlossen werden. Huber-Vorstand
Günter Rhomberg erklärte, dass die 18 Aktionäre Ð
allesamt Familienmitglieder Ð bereits ihre Zustimmung
gegeben haben.

Als Grund für den Engpass nannte Rhomberg unter
anderem ein missglücktes Informatikprojekt, das zu Lieferschwierigkeiten und Kosten in der Höhe von 140
Millionen Schilling geführt habe.

Der 62jährige Rhomberg, der auch Präsident der Bregenzer Festspiele ist, wird noch im Juni aus dem Vorstand
ausscheiden. Sein Nachfolger wird der deutsche Manager
Klaus Lange, früher beim Schweizer Huber-Konkurrenten
Calida tätig.

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