Tipps und Tricks zum Grillen von Lebensmitteln

Kontrollaktion des Wiener Marktamtes zum Grillgut

Wien, (OTS) "Die Grillsaison ist eröffnet." Bedingt durch die heißen, sommerlichen Temperaturen wurde die Grillsaison heuer früher eröffnet als üblich. Tausende Griller sind bereits aus den Kellern oder Garagen geholt, abgestaubt und aktiviert worden, um darauf alles was schmeckt zu grillen. Dabei können die Hobbyköche ihrer Fantasie freien Lauf lassen: Auf den Rost kommt neben
gesundem Gemüse und Fischen vor allem Fleisch und Fleischwaren.

In einer Kontrollaktion widmen sich die LebensmittelpolizistInnen des Wiener Marktamtes im Einzelhandel
den Grillwaren. Neben Fleisch kommen Würste und vor allem vormarinierte Grillplatten unter das Mikroskop. Den Anlass für die Sonderaktion bietet das Ergebnis der letztjährigen
Probenziehungen. "Diese", so Brauner, "waren mit 32 Prozent Beanstandungen leider zu hoch. Mit effektiven Kontrollen wollen
wir die Anzahl der Beanstandungen senken", so die Ankündigung.
Denn gerade bei derart warmen Temperaturen müsse die Kühlkette eingehalten werden. Von der Schlachtung, über den Detailhandel bis hin zum Endverbraucher, empfindliche Verzehrprodukte wie Fleischwaren sollten konstant kühl gehalten sein.

o Fleisch am Vortag marinieren, erst unmittelbar vor dem Grillen salzen

Wie können andererseits auch die KonsumentInnen sicher stellen, dass die Grillware einwandfrei auf den Rost kommt? Hier
ein paar einfache Tipps des Wiener Lebensmittel- und Ernährungsservices Tel. 4000-8038: Das Fleisch so knapp wie möglich vor Grillfest einkaufen. Die Fleischscheiben sollten gut abgelegen, marmoriert und nicht zu dick geschnitten sein. Grundsätzlich gilt, das Ablaufdatum zu beachten. Wesentlich ist, dass die Ware in einer kälteisolierenden Tasche nach Hause transportiert wird und zu Hause sofort in den Kühlschrank kommt.

Für die Zubereitung vor dem Gartenfest gelten folgende
Regeln: Marinieren in Öl bereits am Vortag. Salzen, wenn überhaupt, erst unmittelbar vor dem Grillen. Am besten eignet sich Holzkohle zum Grillen. Keinesfalls sollten harzreiches Holz, lackiertes Holz, Altpapier oder Zapfen verwendet werden. Erst wenn die Grillkohle die entsprechende Temperatur hat, die Glut sollte
mit einer grauweißen Ascheschicht bedeckt sein, kann mit dem Auflegen begonnen werden.

o Keine Selchwaren verwenden, Fett nicht in die Glut tropfen
lassen

Wichtig ist, dass die "Grillchefs" beachten: Der Rost muss wirklich heiß sein. Denn nur am heißen Metall schließen sich die Poren des Fleisches. Dadurch bleibt das Fleisch saftig. Nicht mit der Gabel in das Fleischstück stechen, um den Austritt von Fleischsaft zu vermeiden. Lieber eine Grillzange verwenden. Und:
Es sollte unbedingt vermieden werden, dass abtropfendes Fett
direkt in die Glut gelangt. Denn dadurch können Krebs erregende Substanzen wie das Benzopyren entstehen. Diese lagern sich mit dem Rauch am Fleisch ab. Dieses Risiko lässt sich stark mindern, indem man Grilltassen oder Alufolie verwendet. Angekohltes Grillgut
sollte nicht verzehrt werden.

Abschließend noch ein Ratschlag für den Grillabend: Es sollte vermieden werden, dass gepökeltes Fleisch, wie gepökelter Schopfbraten, Rippchen oder Würste (mit Ausnahme von Bratwürsten aus weißem Brät) auf dem Grill landen. Hier können ebenfalls Krebs erregende Nitrosamine entstehen.

Für weitere Anfragen steht das Team des Wiener Lebensmittel-Ernährungsservices unter der Rufnummer 4000-8038 gerne zur Verfügung. (Schluss) wb

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