"Kleine Zeitung" Kommentar: "Sanktionslochness" (von Hans Winkler)

Ausgabe vom 3.6.2000

Graz (OTS) - Wenn der Sprecher des Bundeskanzlers erklärt, ein Zeitungsartikel sei "frei erfunden , dann müssen wir ihm das nicht unbedingt glauben.

Daher halten wir uns lieber an einen in diesem Fall unverdächtigen Zeugen, den Europa-Abgeordnenten der Grünen, Johannes Voggenhuber. Er sagt über den betreffenden Beitrag, er enthalte "nichtsNeues".

Die Rede ist von einem Bericht des Brüssel-Korrespondenten des Standard, in dem behauptet wird, Wolfgang Schüssel habe den Besuch eines geheimen Emissärs aus Brüssel empfangen, der ihm ein Ende der Sanktionen angeboten habe, Schüssel habe das Angebot aber ausgeschlagen.

Dazu wieder Voggenhuber: "Es gibt keine Angebote, es gibt keine geheimen Emissäre."

In einem normalen Land, in einer normalen Situation, an einem normalen Tag wäre die Sache damit erledigt, man würde wieder zur Tagesordnung übergehen.

Nicht so in Österreich in diesen Tagen und an einem einem der ominösen "verlängerten Wochenenden" , an denen sonst nichts los ist. Die Sache schlug mehr Wellen als das Ungeheuer von Loch Ness. Man könnte geradezu von einem Sanktionsloch Ness sprechen.

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