Kreditzinsen: FPÖ gefährdet Kreditberechnungen der AK

Wien (OTS).-AKNÖ-Direktor Mag. Helmut Guth wies die Kritik der FPÖ, wonach die AK bezüglich der mangelnden Kreditzinsenanpassungen österreichischer Kreditinstitute zu wenig unternommen habe, scharf zurück.
Bereits 1995 habe der Verein für Konsumenteninformation (VKI), der auch von der AK getragen wird, einen Musterprozess herbeigeführt, in dem festgestellt wurde, dass die Zinsgleitklauseln sittenwidrig und nichtig sind.
In einem weiteren Musterprozess wurde durch den OGH am 26.11.98 festgestellt, dass es keineswegs ausreicht, wenn die Banken ihren Kreditkunden Saldenfeststellungen vorlegen und diese nicht beeinsprucht werden. Dies sei nicht als nachträgliche Genehmigung überhöhter Zinsen zu werten, so der OGH sinngemäß.
Der VKI hat seit 1997 zahlreiche Musterprozesse gegen Kreditinstitute geführt, konnte jedoch kein Musterurteil herbeiführen, da sich die Banken einer solchen Klärung durch Vergleiche mit erheblichen Rückzahlungen an die Kunden entzogen haben.
"Die AKNÖ war eine der ersten Verbraucherorganisationen, die diese Problematik aufgezeigt und die Öffentlichkeit umfassend informiert haben", meint AKNÖ-Konsumenschützer Günther La Garde. AKNÖ-Direktor Mag. Helmut Guth weist darauf hin, dass die AK neben dem VKI die einzige Institution ist, die die Konsumenten nicht nur berät, sondern für ihre Mitglieder auch Kreditberechnungen durchführt. "Diese Berechnungen sind überaus zeit- und kostenintensiv. Allein diese Serviceleistung erfordert einen Aufwand in Millionenhöhe", so der AKNÖ-Direktor. Gerade die FPÖ sei es, die mit ihrer Forderung nach Senkung der AK-Umlage solche Dienstleistungen für die Konsumenten massiv gefährde.
"Während es die FPÖ dabei belässt, politische Forderungen aufzustellen, bieten wir unseren Mitgliedern eine umfassende Serviceleistung von der Beratung über die Intervention bis zum Beschreiten des Rechtsweges an", so Guth weiter. Allein im vergangen Jahr konnten durch diese Tätigkeit den niederösterreichischen AK-Mitgliedern 660 Millionen Schilling gesichert werden.
Der FPÖ empfiehlt Guth, ebenfalls aktiv zu werden. Gemäß dem Motto "nicht nur reden, sondern handeln", hätte die FPÖ die Möglichkeit etwa für die zitierten Landwirte und Gewerbetreibenden jene Serviceleistungen anzubieten, die die AKNÖ ihren Mitgliedern selbstverständlich zur Verfügung stellt. "Von politischen Forderungen allein hat die Bevölkerung herzlich wenig", so Guth.
Die AKNÖ hat in den letzten Tagen Klagen gegen 4 Kreditsinstitute eingebracht.

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