Fall Gross: Liberale Studierende fordern Aberkennung des Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst!

LSF stellt Antrag im Senat der Universität Wien, um Klestil zum Handeln zu bewegen

Wien (OTS) Dass Heinrich Gross noch immer Träger des "Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst erster Klasse" ist, ist für das Liberale Studentinnen und Studenten Forum ein untragbarer Zustand. "Ein Mann, dessen Forschungen nicht zuletzt auf der Verwendung der Gehirne von Opfern der Euthanasieanstalt ,Am Spiegelgrund' beruhen, darf nicht mit einer der höchsten Auszeichnungen des Landes geehrt werden", meinte David Schriffl, Mitglied des LSF und des Senats an der Universität Wien. Ein Oberlandesgerichtsurteil habe 1981 bekanntlich auch festgestellt, dass Gross "an Tötungen mitbeteiligt" gewesen sei.

Schriffl werde daher in der kommenden Senatssitzung am 15. Juni einen Antrag stellen, in dem die Präsidentschaftskanzlei um Auskunft über die Möglichkeiten, Herrn Gross das Ehrenzeichen wieder zu entziehen, gebeten wird. Denn weder das Bundesgesetz über die Schaffung eines Österreichischen Ehrenzeichens für Wissenschaft und Kunst und eines Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst (BGBl 96/1955), noch die zugehörige Verordnung des Bundesministeriums für Unterricht vom 10. August 1956 über das Statut für die genannten Ehrenzeichen enthalten Bestimmungen über etwaige Möglichkeiten, eine solche Auszeichnung - die vom Bundespräsidenten verliehen wird - wieder zu entziehen.

Auch unabhängig vom Fall Gross stelle sich die Frage, ob es nicht zielführend wäre, eine klare rechtliche Basis zu schaffen, die es in besonderen Fällen möglich mache, eine Entscheidung, die später als falsch erkannt werde, zu revidieren. "Dem Ruf der österreichischen Wissenschaft und auch jenem des verleihenden Organs - in diesem Fall der Bundespräsident - schadet eine revidierte Entscheidung weniger als ein unwürdiger Träger", so Schriffl abschließend.

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