Schoettel-Delacher : Entgeltfortzahlungsfonds wird abgeschafft

"Durch die Abschaffung des Fonds wird soziale Gerechtigkeit und Balance wieder hergestellt"

Wien, 2000-06-02 (fpd) - "Der Entgeltfortzahlungsfonds wurde vor dreißig Jahren zum Schutz von Kleinbetrieben eingeführt. Zwischenzeitig hat sich das aber massiv geändert : Die Großbetriebe hatten zuletzt stärker aus dem Topf profitiert, als kleinere", führte die freiheitliche Abgeordnete und Mitglied des parlamentarischen Finanz- und Wirtschaftsausschusses Irina Schoettel-Delacher aus. Dies sei ein Hauptmotiv gewesen, daß der Fonds vom Sozialausschuß abgeschafft wurde.

Durch die "Aktion Fairneß", durch welche die Angleichung der Arbeiter an die Angestellten hinsichtlich der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfalle erfolgte, wurde die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit auf bis zu acht Wochen verlängert. Bisher betrug der EFZ-Beitrag 2,1 Prozent der Lohnsumme. "Da der EFZ leicht defizitär ist, Arbeiter und Angestellte im Krankheitsfall gleichgestellt werden, hätte eine Erhöhung des EFZ-Beitrages auf 2,8 Prozent erfolgen müssen. Dies hätte wiederum eine Erhöhung der Lohnnebenkosten bedeutet", führte die FPÖ-Mandatarin aus.

Soziale Gerechtigkeit werde dadurch erlangt, daß dieser Fonds nun abgeschafft wird, wodurch jeder Betrieb, jede Firma das Krankheitsrisiko seiner Arbeiter und Angestellten nun selbst zu tragen habe und persönlich durch Abschluß einer Versicherung entgegenwirken könne.
Zuletzt bekamen alle Firmen zusammen 7,5 Milliarden Schilling aus dem EFZ im Jahr ersetzt. Der Löwenanteil sei an Großfirmen geflossen. Weiters habe der Osten vom Westen profitiert und "krankheitsanfällige" Branchen von gesunden Branchen, betonte Schoettel-Delacher.
Durch Selbstvorsorge und Beseitigung von einseitigen Begünstigungen habe die neue Regierung wieder einen richtigen Schritt in die Zukunft für Österreich gesetzt, schloß Schoettel-Delacher.

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