"Neues Volksblatt" Kommentar: "Opfer" (Von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 2. 6. 2000

Linz (OTS) - Der 1. Juni wird den Österreichern kaum als
Freudentag in Erinnerung bleiben. Die Opfer, die uns von der Regierung abverlangt werden, werden wir noch lang in den Geldbörseln spüren.

Dass sich die Opposition einen solchen Tag nicht entgehen lässt, ist klar. Wer eine Regierung kritisiert, die von den Bürgern Opfer verlangt, darf mit Applaus rechnen.

Überraschend, fast bewundernswert ist es aber, wie kaltschnäuzig die SPÖ ihre Verantwortung für das Chaos übergeht, das die Opfer erst notwendig gemacht hat. Wo ist denn die Verantwortung jener Sozialversicherungs-Funktionäre, die uns vor der Nationalratswahl weisgemacht haben, es sei alles in Ordnung? Zu einer Zeit, als die Riesen-Defizite schon absehbar waren!

Doch die Sozis protestieren gegen Sanierungsmaßnahmen. Oder hat man vom früheren SPÖ-Innenminister je etwas vom Zivildienst- Chaos, von den 17.000 Wartenden gehört?

Nie! Doch jetzt protestieren die Sozis gegen die Rettungsaktionen der neuen Regierung.

Und wenn sich dann der neue SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer einmal aufrafft, um im Ausland für die Aufhebung der Sanktionen gegen Österreich zu werben, holt er sich kalte Füße. Damit bleibt alles beim Alten: Gut sind die Linken nur beim Protestieren.

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