Homöopathie: Chance für viele Patienten

Grado (OTS) - "In meiner Kassenpraxis behandle ich rund 50
Prozent meiner Patienten homöopathisch. Noch viel effizienter lässt sich die Homöopathie bei Kindern anwenden. Da behandle ich rund 80 Prozent auf diese Weise." - Eine Lanze - auch als Schulmediziner -für die Homöopathie brach jetzt aus Anlass der Ärztetage in Grado (28. Mai bis 3. Juni) Dr. Peter Klaus Connert (Köstendorf bei Salzburg).

Bei dem Fortbildungskongress widmet sich Connert dem Thema "Homöopathie in der Allgemeinpraxis". Ihm geht es vor allem um die Integration von Schulmedizin und Homöopathie in das tägliche ärztliche Wirken: "Ich bin seit 25 Jahren Allgemeinmediziner und behandle homöopathisch und schulmedizinisch. Als Sprengelarzt betreue ich die Leute sozusagen von der Geburt bis zum Tod. Da ist die Behandlung der Patienten nicht zweigeteilt in Schulmedizin und Homöopathie. Man muss auch die Grenzen kennen."

Connert nennt im Gespräch zunächst Virusinfektionen als eines der häufigen Anwendungsgebiete der Homöopathie in der niedergelassenen Praxis: "Da haben wir ja an Arzneimitteln wenig." Bei einer durch Viren verursachten Mittelohrentzündung sei die Gabe von Antibiotika nicht indiziert, hier springe die Homöopathie ein.

Doch auch bei bakteriellen Infektionen könne man zunächst einmal mit der Homöopathie eingreifen. Der Arzt, der in Köstendorf bei Salzburg auch ein "Institut für homöopathische Heilwesen" betreibt: "Oft kann man bei bakteriellen Infektionen zwei Tage mit Antibiotika zuwarten. Da haben ja auch wissenschaftliche Untersuchungen ergeben, dass es günstiger ist, wenn man dem Immunsystem etwas Zeit zum Reagieren lässt. Wenn sich aber binnen dieses Zeitraums keine Besserung einstellt, kann man immer noch Antibiotika verwenden."

Wichtig ist für den Salzburger Arzt, dass Diagnose und Therapie von Erkrankungenwissenschaftliche abgesichert sind. Es muss nachvollziehbar und gemäß den Regeln der ärztlichen Kunst - auch lege artis - gehandelt werden.

In Grado konzentriert sich Connert speziell auf Entzündungen unterschiedlichster Herkunft, die per Homöopathie behandelt werden können. Die Definition der Entzündung, die der homöopathisch tätige Arzt anführt: "Entzündung ist eine programmierte Reaktion des Organismus auf äußere oder innere Reize."

Connert weiter: "Wärme, Kälte, Chemikalien, Bakterien, Viren oder Ähnliches setzen einen Reiz verschiedener Stärke und Dauer; der Organismus ins einer Ganzheit von Körper, Geist und Seele reagiert auf diesen Reiz mit einem programmierten Entzündungsvorgang." Je nach Stärke und Dauer des Reizes erreicht diese Reaktion dann "Pegel", die bis zu lebensgefährlichen Erscheinungen reichen können.

Bei der Homöopathie geht es besonders um eine Stützung der Regulationsmechanismen des Körpers. Der Arzt: "Wir können ihn mit geeigneten Arzneien zu einer erhöhten Abwehrleistung anregen, können unterstützend in sein Regulationssystem eingreifen."

Die Homöopathie versucht jedenfalls, den Reaktionsablauf von Entzündungen am Gefäßbindegewebe in seinen Gesetzmäßigkeiten zu erfassen und zu beschreiben. Der Organismus hingegen ist bestrebt, die Auswirkungen des schädigenden Reizes möglichst gering zu halten und das Gleichgewicht möglichst schnell wieder herzustellen. Dabei soll dem Körper durch die sanfte Heilkunst nach Hahnemann geholfen werden.

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