Glawischnig (1): Zeitdruck erfordert Schlußoffensive in Causa AKW Temelin

Tschechien plant Inbetriebnahme schon im Herbst 2000

Wien (OTS) "Die Bundesregierung hat in der Causa Temelin dringenden Handlungsbedarf und muß eine Schlußoffensive gegen die Inbetriebnahme starten, denn das tschechische Wirtschaftsministerium plant die vorzeitige Inbetriebnahme des Atomkraftwerkes mit Herbst 2000", fordert die Umweltsprecherin der Grünen, Eva Glawischnig. Der Bundeskanzler muß sich sofort mit seinem tschechischen Kollegen Zeman in Verbindung setzen, um eine Exit-Strategie zu erarbeiten und die Pläne des tschechischen Wirtschaftsministeriums zu durchkreuzen, das eine Leistungsprämie für jeden Tag einer früheren Fertigstellung zahlen will.

Der tschechische Energieversorger CEZ hat im tschechischen Fernsehen zugeben müssen, daß das Endlager für Temelin wesentlich teurer werden wird als bisher angegeben wurde. Statt rund 13 Milliarden Schilling soll das Endlager nun rund 23 Milliarden kosten. "Das bedeutet eine massive Belastung der zukünftigen tschechischen Generationen", so Glawischnig.

Besorniserregend ist weiters, daß der französische Atomriese EdF den Einstieg bei der CEZ überlegt. "Damit würde die Einbahnstraße in Richtung Atomstrom in Tschechien zementiert", so Glawischnig. Die CEZ exportiert derzeit ihren Atomstrom zu Dumpingpreisen nach Deutschland. "Bekanntermaßen ist der Strombedarf in Tschechien in den letzten Jahren deutlich gesunken, daher ist die Inbetriebnahme von Temelin unwirtschaftlich und unnötig", so Glawischnig.

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