Gewerbeverein: AK selbst schuld an kritisierter Forschungspolitik!

Wien (OTS) - Etwas sonderbar ist das Gejammere von AK-Direktor
Muhm an Österreichs verlorenen Forschungsjahren - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV). Der Schuss wird nämlich zum Rohrkrepierer.

Schon am 1.7.1997 kam heftigste Kritik seitens der Bundesarbeitskammer gegen die damals geplante offensive Technologiepolitik Klimas - daraus wurde nichts. Die BAK schoss sich auf die Zusammensetzung des geplanten Büros für Forschung und Technologie (BFT) ein - man stelle sich vor; Experten wären drin gewesen und kein Sozialpartner!! Und so etwas in Österreich.

Wer über Jahre die Einstellung der Arbeitnehmervertretungen zu Forschung und Technologie in Österreich verfolgt, weiß, dass von dieser Seite noch nie Unterstützung in nur irgendeiner Form kam.

Es ist eine altbekannte und bestätigte These, dass Innovationen nur in einem fortschrittsfreundlichen Umfeld gedeihen können. Die Österreicher sind "Fortschrittsmuffel". Das anders in USA, in der Schweiz und selbstverständlich im von Muhm zitierten Finnland.

Gerade Finnland zeigt, dass dort der Techniktransfer hin zu den KMU besonders gut funktioniert. Die "Experten" der BAK erkannten, dass die KMU der Knackpunkt einer erfolgreichen F&T-Politik sind. Sie gaben um den Zwangsmitgliedsbeitrag von Österreichs Arbeitnehmern 1997 eine Studie zum Thema "Notwendigkeit, Möglichkeiten und Kosten eines Technologietransfers an österreichische Klein- und Mittelbetriebe nach dem Steinbeis-Modell" in Auftrag und empfahlen es zur Nachahmung in Österreich.

Bei der sonst gezeigten Durchschlagskraft der BAK ist es mehr als , dass die aus Arbeitnehmergeldern bezahlte Studie nun in einer Schublade ruht.

Ja, F&T-Politik kann nur funktionieren, wenn die Sozialpartner einem sagen, wie eine DNA-Sequenz zu interpretieren ist - bis dahin wird noch viel Wasser die Donau hinunterrinnen.

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