Gewerbeverein: Krankenkassen finden schnell die Schuldigen!

Wien (OTS) - Fein wenn man nach Pi mal Daumen sein Controlling macht, wie die Krankenkassen - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV). Die Wiener Gebietskrankenkasse weiß schon, wie sie den heuer höchsten Abgang in der Geschichte dieser Institution erklärt. "Schuld am Rekordminus sind die explodierenden Medikamentenkosten", so die WGKK. Sie stiegen im ersten Quartal 2000 um 11,8 Prozent. Nun machen die Arzneimittelkosten etwa ein Viertel der Gesamtausgaben einer Krankenkasse aus. Somit wird das Gesamtergebnis dadurch um unter drei Prozent beeinflußt. Bis heute konnte uns von den Krankenkassen noch niemand sagen, wieso diese 1997 ein Plus von 1,5 Mrd. Schilling, 1998 von 0,7 Mrd. aber 1999 bereits ein sattes Minus von 3,4 Mrd schrieben und heuer im Bereich eines Defizits von sechs Milliarden zu liegen kommen. Wer so mit öffentlichen Geldern umgeht, der sollte als Hauptverantwortlicher - Sallmutter - den Hut nehmen und wenigstens beim Hauptverband gehen - es bleiben ja doch dem Ämterkumulierer noch genügend gutdotierte Jobs über. Wahrscheinlich kann er keine Aufgabe ordentlich erledigen, weil er soviele gleichzeitig wahrnimmt.

Da ist es einfach die Medikamentenkosten zu den "Missetätern" des "kranken Kassensystems" zu erklären.

Zumeist werden Medikamente in die Nähe von milliardenschweren Pharmamultis gerückt - das ist immer medienwirksam. Was diese allerdings in Forschung investieren, möge sich Sallmutter mal vorrechnen lassen. Kurzsichtig - vielleicht sollte man den "kranken Kassen"- Funktionären Dienstbrillen auf Beitragszahlers Kosten verschreiben - ist allerdings die Medikamentenschuld allemal.

Selbst wenn die Medikamentenkosten um 30 Prozent stiegen und damit eine kürzere Verweilzeit im Spital und eine weitaus verbesserte Befindlichkeit beim Patienten gegeben wäre, würden die Kosten der Krankenkasse nur um insgesamt acht Prozent steigen - sie stiegen in Wien allerdings um ca. 12 Prozent. Wenn einer Krankenkasse die Befindlichkeit seiner zahlenden Patienten egal ist und die Operation eines Magengeschwürs der medikamentösen Therapie vorgezogen wird, ist das blanker Zynismus - und geistreich ist es auch nicht, da eine Ulcus-Operation mit allen Folgen der Krankenstandsdauer weitaus teurer kommt.

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