Schoettel-Delacher: Ohne Pensionsreform droht Kollaps

Verpflichtung, auch für die jungen Generationen Zukunftsperspektiven zu schaffen

Wien, 2000-05-31 (fpd) - Mit der am vergangenen Dienstag im Ministerrat beschlossenen Pensionsreform habe die neue Regierung wieder einmal bewiesen, daß sie über dringend nötige Reformen nicht nur rede, sondern diese auch tatsächlich umsetze, betonte heute die freiheitliche Abgeordnete und Mitglied des parlamentarischen Finanz-und Wirtschaftsausschusses lic.oec. HSG Irina Schoettel-Delacher. ****

Mit der schrittweisen Anhebung des Frühpensionsalters um 18 Monate ab 1.10.2000 sei ein erster wichtiger Schritt in Richtung Sicherung des Pensionssystems und hin zum wesentlich zukunftsweisenderem Dreisäulenmodell für Pensionen gesetzt worden, ohne dabei in bestehende Pensionen einzugreifen oder künftige Pensionisten übermäßig zu belasten, so Schoettel-Delacher.

Das Pensionssystem, das Anfang der 50er-Jahre geschaffen wurde, werde den demographischen Entwicklungen in Österreich nicht mehr gerecht. Seit den 70er-Jahren habe sich das Berufseinstiegsalter um durchschnittlich 3 Jahre erhöht, wohingegen das Pensionsantrittsalter um durchschnittlich 5 Jahre abgenommen habe, die Beitragsjahre reduzierten sich um 8 Jahre und die Pensionsjahre erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 9 Jahre, erläuterte Schoettel-Delacher. "Allein in den letzten zwei Jahren sind die Bundesbeiträge zur Pension um 10 Mrd. Schilling auf 81 Mrd. Schilling angestiegen. Wäre weiterhin nichts geschehen, würde das System spätestens 2020 kollabieren, und zwar auf Kosten der jungen Generationen", betonte Schoettel-Delacher.

Diese Fakten seien selbstverständlich auch den Gewerkschaften und der Arbeiterkammer bekannt. Um so unverständlicher sei deshalb deren unsachliche Kritik und Verzögerungstaktik. Statt auf Kosten der jungen Generationen politisches Kleingeld zu machen, seien die Gewerkschaften und die Arbeiterkammer aufgefordert, durch konstruktive Vorschläge die Reformvorhaben der Regierung zu unterstützen. "Dies wäre für sie gleichzeitig eine Gelegenheit zu beweisen, daß auch sie bereit und fähig sind, sich der neuen Arbeitswelt und ihrer stetigen Entwicklung mit adäquaten Mitteln und modernen Konzepten zu stellen, statt in alten Strukturen zu verharren", schloß Schoettel-Delacher. (Schluß)

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