STOISITS FORDERT RASCHE HILFE FÜR HEPATITIS-C-OPFER Grüne bedauern Absage der Vier-Parteien-Initiative

Wien (OTS) "Gerade die tragische Situation der Hepatitis-C-Opfer zeigt, wie notwendig die Einrichtung einer verschuldens-unabhängigen Medizinhaftung ist. Geschädigte PatientInnen, deren Lebenserwartung unverschuldet dramatisch gesunken ist, auf einen langen und teuren Klageweg zu vertrösten und noch dazu mit Konkursfirmen zu konfrontieren, ist unerträglich. Ein solche Haftung wirkt jedoch erst für zukünftige Fälle. Für bereits eingetretene Schädigungen, insbesondere bei jenen mit Hepatitis-C-Infiszierung, ist rasch ein Fonds einzurichten, der von den Pharmafirmen zu speisen ist. Bis es zu dieser Fondserrichtung kommt, muss die öffentliche Hand diese Fonds zwischenzeitlich einrichten und den Geschädigten rasch und unbürokratisch beistehen. Dafür bleibt keine Zeit, denn von den damals Infiszierten sind eine Reihe von Betroffenen und Klägern bereits verstorben. Das ist unerträglich. Die Politik darf hier nicht länger zaudern und zusehen sondern Handeln ist angesagt", erklärt die Justizsprecherin der Grünen, Abg. Terezija Stoisits, die bedauert, dass die Vier-Parteien-Initiativen heute unter fraglichen Umständen abgesagt wurde.
"Hier geht es ausschliesslich um rasche Hilfe für die Betroffenen und Schwererkrankten. Da muß die Parteipolitik in den Hintergrund treten", meint Stoisits, die von einer ganz besonderen Notstandssituation spricht. "Nicht überall, wo der Regressweg
aus welchen Gründen auch immer chancenlos ist, kann die öffentliche Hand einspringen. Doch gerade in diesem Bereich ist der
Gesetzgeber bei der verschuldensunabhängigen Medizinhaftung in Verzug. In dieser Situation ist Hilfe eine Selbstverständlichkeit", schließt Stoisits, die zutiefst bedauert, dass diese
Diskussion seit Jahren erfolglos in der Sackgasse der juristischen Auseinandersetzung steckt.

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