Buchhandel: Gesetzgeber schützt auch künftig das Kulturgut Buch

Gleiche Wettbewerbschancen für alle Vertriebswege - Weis: VP und FP beweisen kulturpolitische Sensibilität

Wien (PWK) - "Nach sechsjährigen Verhandlungen in Österreich und auf EU-Ebene wird das Kulturgut Buch in Österreich und Deutschland auch in Zukunft geschützt. Eine Vielfalt von Büchern kann den Konsumenten auf allen Vertriebsschienen weiterhin zu vertretbaren Preisen angeboten werden, ohne dass es zu Benachteiligungen von SchriftstellerInnen, Verlagen und Buchhändlern kommt." Bernhard Weis, Vorsteher des Bundesgremiums Buch- und Medienwirtschaft, freut sich über ein Einlenken der Regierungsparteien, keine Wettbewerbsverzerrungen zwischen klassischem Buchhandel und inländischem Internetbuchhandel zuzulassen und gleiche Wettbewerbsbedingungen zwischen allen Vertriebsschienen herbeizuführen: "Ich möchte den Regierungsparteien ausdrücklich Respekt zollen, weil sie auch nach den Beratungen im parlamentarischen Kulturausschuss dialogbereit waren und nicht über die Interessen der Betroffenen, von AutorInnen, Buchhandlungen und Verlagen 'd'rübergefahren' sind. Hier haben ÖVP und FPÖ viel kulturpolitische Sensibilität bewiesen. Mit der nunmehr vereinbarten Lösung ist sichergestellt, dass die beratungsintensiven kleinen und mittleren Buchhandlungen und Verlage gegenüber finanzstarken Großfilialisten, die auch das Internet-Geschäft dominieren, nicht auf der Strecke bleiben. Das sichert auch Arbeitsplätze."

In zweiter Lesung - so die nunmehr getroffene politische Vereinbarung - soll Anfang Juni ein EU-konformes Preisfestsetzungssystem für das Kulturgut Buch im Plenum des Nationalrates für alle inländischen Verkaufsschienen - also auch für den Internetbuchhandel in Österreich - beschlossen werden. Damit entspricht die österreichische Lösung auch der französischen Loi Lang und der Praxis in Deutschland. Auch in Deutschland unterliegt nämlich der innerstaatliche Internet-Buchhandel den selben Spielregeln wie der klassische Buchhandel. Weis: "Mit der nunmehrigen Vorgangsweise ist auch gewährleistet, dass die künftige Preisregelung EU- und verfassungskonform ist. Denn auf dem abgrenzbaren Markt für deutschsprachige Bücher werden künftig gleiche Bedingungen für alle Vertriebsarten gelten. Damit stellt sich das Problem der Inländerdiskriminierung nicht." Der grenzüberschreitende Internet-Buchhandel sowie fremdsprachige Bücher fallen generell nicht unter die Preisregelung. (RH)

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