"Energy for Tomorrow's World - Acting Now"

PRESSEAUSSENDUNG zur WEC-Studie

Wien (OTS) - "Energie für die Welt von Morgen - jetzt handeln" lautet der Titel einer Studie des Weltenergierates, die als "Statement 2000" dieser Organisation eine Standortbestimmung der möglichen Entwicklungen im Energiebereich bis zum Jahr 2020 darstellt. Bereits im Jahr 1993 wurde vom Weltenergierat, der in rd. 100 Ländern der Welt vertreten ist, bei den Vereinten Nationen Beobachterstatus hat und sich mit allen Energieträgern befaßt, eine solche Untersuchung durchgeführt. Nunmehr war es an der Zeit, deren Ergebnisse im Lichte zwischenzeitlich eingetretener Entwicklungen und Veränderungen zu überprüfen und zu adaptieren.

Es hat sich gezeigt, daß nunmehr von einem langsameren Ansteigen der Weltbevölkerung ausgegangen wird und daß, global gesehen, ein langsameres Wirtschaftswachstum und langsamere Fortschritte bei der Erhöhung der Energieeffizienz als erwartet eingetreten sind. Auch der Zustrom an finanziellen Mitteln für Energieinvestitionen, insbesondere in Entwicklungsländern, hat abgenommen. Andererseits sind raschere Marktreformen erfolgt, konzentriertere Umweltprogramme in Gang gesetzt und der Einsatz von Erdgas beschleunigt worden.

Als wesentlichste Energieziele in den 2 Dekaden bis 2020 sieht der Weltenergierat die Ermöglichung des Zugangs zu moderner Energie für alle zu erschwinglichen aber kostengerechten Preisen, die Sicherstellung der Verfügbarkeit von Energie hinsichtlich der Kontinuität der Versorgung und der Dienstleistungsqualität und die Verbesserung der Energieakzeptanz durch Bewältigung der lokalen Umweltprobleme und der Reduktion der Treibhausgase durch "no regret" Maßnahmen.

Zur Erreichung dieser Ziele und einer nachhaltigen energiepolitischen Entwicklung wird den Entscheidungsträgern die konsequente Durchführung eines in der Studie beschriebenen Maßnahmenprogrammes mit folgenden Schwerpunkten empfohlen:

Nutzung der Vorteile der Marktreformen und geeigneter Regulierungsmaßnahmen; Offenhaltung aller Energieoptionen; Verringerung des Risikos bei wichtigen Investitionen im Energiebereich; Forcierung kostengerechter Energiepreise und eines entsprechenden Zahlungssystems; Forcierung einer höheren Energieeffizienz und Entwicklung moderner Technologien; Förderung finanzieller Partnerschaften in Zusammenhang mit Umweltschutzzielen; Sicherung der Verfügbarkeit von erschwinglicher Energie für die Armen; Finanzierung von Basis R&D; Verbesserung der Ausbildung und Öffentlichkeitsinformation; Forcierung der Ethik bei der Erzeugung, dem Handel und der Verwendung von Energie.

Dieses Maßnahmenprogramm soll im besonderen auch dazu beitragen, das Ungleichgewicht, das auf der Erde hinsichtlich des Zugangs zu Energie besteht, zu verringern. Nur wenig mehr als eine Milliarde Menschen in den Industrieländern - entsprechend ca. 20% der Weltbevölkerung - verbrauchen nahezu 60% der insgesamt erzeugten Energie, während sich fast fünf Milliarden Menschen in den Entwicklungsländern mit den verbleibenden 40% begnügen müssen.

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