Aus eigener Kraft die Lebensqualität sichern BILD

Bildstein startete Projekt "Lebenswert leben"

Bildstein (VLK) - Eine bunte Festveranstaltung gab es
kürzlich zum Auftakt von "Lebenswert leben" in Bildstein. In Vorarlberg haben sich insgesamt 19 "Lebenswert leben"-
Gemeinden das Ziel gesetzt, bei sich die Nahversorgung und
damit auch die Lebensqualität langfristig zu sichern. ****

"Gesetze und Förderungen können begleiten und
unterstützen; letztlich haben es aber die Menschen selbst in
der Hand, wie sich die Lebensqualität in ihrer Gemeinde entwickelt", kommentiert Landeshauptmann Herbert Sausgruber
die Ziele von "Lebenswert leben". In den kommenden Monaten
wird verstärkt auf die Bewusstseinsbildung geachtet, um den Zusammenhang von persönlicher Lebensqualität und Nähe zu vermitteln. Sausgruber: "Wer die Strukturen der Nähe nützt, fördert durch das Prinzip der kurzen Wege die Treffpunkte und
den sozialen Zusammenhalt im Ort, schont die Umwelt durch
weniger Verkehr und Verpackungsmaterial und trägt zum Erhalt
von Arbeitsplätzen bei. Somit profitiert jeder Bewohner durch seinen Beitrag von der Nahversorgung."

Eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger hat in
Bildstein Vorarbeit für "Lebenswert leben" geleistet, die Ergebnisse wurden nun der Öffentlichkeit präsentiert: u.a.
ein Eltern-Kind-Treff (E-KIT), der Aufbau eines mobilen Hilfsdienstes und eine Nahversorgerfibel. Bewusstseinsbildung
ist also weit mehr als oberflächliche Werbung, sie fördert
das soziale Netz und die Kommunikation im Dorf.

Um den Nutzen der Nähe zu erkennen, muss jeder Einzelne lebenserhaltende und förderliche Kreisläufe und deren
positive Auswirkungen auf das eigene Leben erfahren. Einen
solchen positiven Kreislauf setzte das Ochsenlädele, der
einzige Lebensmittelladen im Ort, in Gang. Die ortsansässigen Landwirte können im Laden ihre Produkte verkaufen, der
Händler hat ein einzigartiges Sortiment anzubieten, die
Kunden haben die Garantie für gesunde und frische Bioprodukte
und fördern damit die Landwirte, die als
Kulturlandschaftspfleger wiederum einen wichtigen Beitrag zum
Erhalt des Lebensraumes leisten. Nahversorgung bedeutet aber
nicht "Kirchturmdenken". Im Gegenteil: Erst das Zusammenspiel
von Nähe und Ferne und die Möglichkeit aus beiden auswählen
zu können, bedeutet Lebensqualität. Trotz bzw. gerade wegen
der Globalisierung erhält das Thema Nahversorgung zunehmend
einen größeren Stellenwert.

Seit dem Start im Oktober 1997 haben sich in Vorarlberg 19 Gemeinden auf den Weg gemacht, die Sicherung der
Nahversorgung in eigene Hände zu nehmen: Götzis, Langenegg, Bregenz, Lochau, Rankweil, Alberschwende, Buch, Bildstein,
Krumbach, Lingenau, Bürserberg, Bludesch, Hörbranz, Blons, Sonntag, Thüringerberg, St. Gerold, Fontanella, Raggal. In Österreich und Bayern sind es schon 120 Gemeinden, die auf Bewusstseinsbildung setzen, um der Globalisierungswelle einen Ausgleich entgegenzusetzen. Nähere Informationen zu dem landesweiten Projekt "Lebenswert leben" gibt es im Büro für Zukunftsfragen der Vorarlberger Landesregierung unter der Telefonnummer 05574/511-20611.
(so/gw/kapeller/dig,nvl)

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