"Verärgerter" Dienstgeber wollte sich vor Abfertigung drücken Arbeiterkammer verhalf Ex-Angestellter zu 150.000 Schilling

Linz (AKO) Manche Unternehmer scheuen vor keinen Mitteln zurück, ihre Beschäftigten um deren Ansprüche - vor allem Überstundenentgelte und die Abfertigung - zu prellen. Oft geht es dabei um erhebliche Summen, wie der Fall einer Angestellten eines Linzer Touristikunternehmens beweist.

Nach mehr als dreijähriger Beschäftigung wurde eine Angestellte fristwidrig gekündigt. Weder die Abfertigung noch das Entgelt für fast 200 Überstunden wurden bezahlt. Da die Dienstnehmerin beim Ex-Chef mit ihren Forderungen abblitzte, wandte sie sich an die Arbeiterkammer um Hilfe.

Auch auf die Zahlungsaufforderungen und Klagsdrohungen der AK reagierte der Dienstgeber vorerst gar nicht, später mit Vertröstungen und zum Schluss mit einer Zusage, die aber nicht eingehalten wurde. Seine "Entschuldigung" dafür: Er habe sich geärgert, weil er übersehen hatte, dass seine Dienstnehmerin schon drei Jahre in der Firma beschäftigt war und er ihr jetzt unter anderem "auch noch eine Abfertigung zahlen" müsse.

Erst als ihm die Klage ins Haus flatterte, erkannte der Dienstgeber endlich die Ansprüche auf Kündigungsentschädigung für die fristwidrige Kündigung sowie auf die Abfertigung an. Vom Gericht wurde er auch zur Zahlung eines Großteiles des Überstundenentgeltes verurteilt. Die restlichen Überstunden konnten wegen fehlender Aufzeichnungen der Arbeitszeit vom Gericht nicht mehr festgestellt werden. Insgesamt musste der Firmenchef seiner ehemaligen Dienstnehmerin mehr als 150.000 Schilling nachzahlen, dazu kamen auch noch die Gerichtskosten.

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