Metamorphose - Zeit der Entdeckungen steuert auf ihren Höhepunkt zu! 16. Juni bis 2. Juli 2000

St. Pölten (OTS) - Sehr geehrte Damen und Herren!
Geschätzte Redaktion!

In wenigen Tagen findet die Eröffnung des Donaufestivals 2000 statt. Wir dürfen Sie noch einmal kurz vor Festivalsbeginn über die neuesten Entwicklungen informieren und aufmerksam machen:

Stahlpfad

Krems befindet sich bereits in metamorpher Verwandlung. Ganz dem Motto der Entdeckung entsprechend errichtet der Künstler Fritz Gall mit den Lehrlingen der Voest Alpine Krems die ersten Objekte im Zentrum der Stadt. Ein "tönerner" Stahlpfad, der auch ein bewußtes Vorzeichen auf die Einbindung des neuen Spielortes in Krems - die Voest Werkshalle - ist.

Korean Drums - Voest Werkshalle

Choreograph Soo Hoo Kook hat sich über den Aufführungsort begeistert gezeigt und gemeint, daß für ihn "gerade die Verschränkung von Tradition und Moderne von Ritus und Ratio" zu neuen Entwicklungen und Formen der Musik des Instruments Trommel wie des Tanzes führen. Nicht zuletzt steht Soo Hoo Kook für die Verbindung unterschiedlicher kultureller Einflüsse.

Der Mensch steht im Mittelpunkt - Symposium

Galt bei Leonardo da Vinci der Mensch und seine Proportionen noch als "Maß aller Dinge" so hat sich innerhalb von fünf Jahrhunderten das Menschenbild in vielfältigster Weise verändert. Viele Fragen, die auf Antwort warten. Das Donaufestival bittet fünf WissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen - gemeinsam mit dem Publikum - neue Fragen zu formulieren und vielleicht auch Antworten zu finden. Wir dürfen darauf gespannt sein, wenn der Genetiker auf den Religionswissenschaftler oder die Literaturwissenschaftlerin auf den Betriebswirt trifft ... Adolf Holl findet jedenfalls "Entschleunigung wäre eine gute Idee" und wird so dem Zeitalter der Moderne eine neue Qualität entgegenhalten. Das Stift Melk als Ort des Diskurses und Kooperationspartner des Donaufestivals ist für dieses Symposium ideal.

Theater - von allen Seiten

Regisseur Zeno Stanek - erst kürzlich von seiner Arbeit aus Deutschland in seine Theater.Werkstatt Brauhaus im Norden des Waldviertels zurückkehrt - ist ganz in die Proben zu "Naso" - der Eigenproduktion des Donaufestivals - vertieft. Für einen Probenbesuch steht das Team ab Anfang Juni zur Verfügung. Seine Produktion "Krach im Hause Gott", ebenfalls beim Festival zu sehen, hat ihm international zum Durchbruch verholfen. Ein weiterer theatraler Höhepunkt des Donaufestivals ist die bremer shakespeare company mit "Was Ihr Wollt".

Zirkus Meer

Die Zirkuskunst wird vom Donaufestival - als einzigem Festival in Österreich - seit jeher gepflegt und präsentiert. Daß sich nun endlich auch eine heimische Company dem Cirque Nouveau verwandt fühlt ist erfreulich. Daß sich der Zirkus Meer am Donaufestival präsentiert, naturgemäß eine Selbstverständlichkeit. Choreograph, Künstler und Regisseur Peda Percht stieß für diese Donaufestivalproduktion zur Company. Eine spannende und interessante Konstellation, die viel erwarten läßt.

Facts - Donaufestival 2000

Nach 10 Jahren erfolgreicher künstlerischer Leitung steht Alf Krauliz dem Donaufestival ab August 2000 nicht mehr als Intendant zur Verfügung. Sein Entschluß steht fest, den Vertrag als Künstlerischer Leiter nicht mehr zu verlängern. Das Festival 2000 bleibt von dieser persönlichen und mit dem Land Niederösterreich einvernehmlich getroffenen Entscheidung künstlerisch und inhaltlich unbetroffen. Und auch für das kommende Festival will Alf Krauliz konkrete Projektideen realisieren. Weiters wird Krauliz selbstverständlich dem Donaufestival bis zur Findung einer künstlerischen Nachfolge zur Verfügung stehen.

Der Grund für diese Entscheidung ist eine künstlerische. Alf Krauliz wird zwar seine Erfahrung und sein Know-How auch weiterhin im Rahmen von Sonderprojekten in das Donaufestival einbringen, sich aber in nächster Zeit verstärkt der Kunst widmen und dadurch auch Zeit für neue, aktuelle Aufgaben wie Regiearbeiten haben. "Cross over Austria - Water for Europe" ist eines dieser Projekte an dem er arbeitet.

Krauliz: "Nach 10 Jahren erfolgreichen Aufbaues und der Etablierung des Donaufestivals, möchte ich in Zukunft mehr Zeit zur Entwicklung künstlerischer Projekte haben und neue kultur-wissenschaftliche Freiräume suchen.

Das Donaufestival hat sich in diesen Jahren meiner Intendanz in Niederösterreich wie international etabliert und zählt im Reigen der heimischen Festivals mit zu den Größten. Die Entwicklung und Realisierung in der Form eines Mehrspartenfestivals, das als Gesamtkunstwerk von Stadt-Land, Kultur-Natur, Avantgard-Festkultur funktioniert, war eine schöne und spannende Aufgabe, wie auch eine kulturelle Pionierarbeit im wahrsten Sinne des Wortes. Inzwischen konnte gerade durch die Vorreiterrolle, die das Donaufestival im Land Niederösterreich für die Kulturschaffenden einnahm, das kulturelle Klima positiv verändert werden, neuen Initiativen wie auch z.B. der Tanzkultur (a la Festspielhaus) oder der regionalen Kulturbelebung (á la Festivals der vier Vierteln) der Weg bereitet werden und Kultur-Motor sein. Daß das heimische wie internationale Publikum bei dieser Entwicklung großartig mitgegangen ist, ist umso erfreulicher. Die alljährlichen Auslastungen zwischen 80 und 92% (pro Jahr zwischen 15.000 und 25.000 Besucher) stellen einen realen Beweis dafür dar. In diesem Sinne glaube ich, daß das Donaufestival gerade jetzt, wo es durch die Kulturholdung eine Reihe von Umstrukturierungen gibt, auch in andere Hände gelegt werden kann."

Alf Krauliz wird sich in Zukunft verstärkt heimischen Großprojekten und internationalen künstlerischen wie wissenschaftlichen Arbeiten in Amsterdam und München sowie in anderen Kulturkreisen wie Brasilien widmen. Ein Konzept, das er im Rahmen des Metamorphosenthemas bereits im Frühjahr 1999 entwickelte. Gleichzeitig aber auch, die von ihm initiierten Projekte wie das Native-Festival, den Club Cosmopol oder den Tag der Uraufführungen durchführen.

Für weitere Informationen zum Donaufestival 2000 besuchen Sie die Homepage des NÖ Donaufestivals! http:// www.donaufestival.at

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