ÖBB-Hochleistungslok Taurus im Einsatz: Ab morgen fahren die stärksten Loks Europas auf Österreichs Schienen

Wien (OTS) - Mit Fahrplanwechsel 2000, der dieses Jahr in der
Nacht von 27. auf 28. Mai in Kraft tritt, werden nicht nur die Fahrzeiten für Bahnreisende kürzer. Durch den Einsatz der stärksten und schnellsten Lok Europas - dem Taurus - werden neue Dimensionen im Schienenverkehr möglich. Ab heute verstärken elf dieser neuen Hochleistungsloks den Personen- und Güterverkehr in Österreich.

Die neue Hochleistungslok befördert ab heute Güterzüge von Rail Cargo Austria auf der West-, Nord- und Ostbahn sowie in Deutschland zwischen Salzburg und München. Im Personenverkehr wird der Taurus zunächst für Euro- und Intercityzüge entlang der Westbahn eingesetzt. Damit sind die ersten elf der vorerst 175 in Auftrag gegebenen Hochleistungsloks in planmäßigem Einsatz. Insgesamt 25 Hochleistungsloks sollen dieses Jahr den Betrieb aufnehmen.

Vorteile für den Güterverkehr

Waren bisher auf der Westbahn noch zwei Loks in Tandemführung für den Transport von Güterzügen über 1250 Tonnen notwendig, so schafft es ein Taurus, diese Last zu ziehen. Durch seine enorme Kraft von 10.000 PS ermöglicht die neue Hochleistungslok der ÖBB nicht nur schnellere Cargoverbindungen und höhere Beförderungsmengen. Der Einsatz von nur einem Taurus anstatt von bisher zwei Loks verringert den betrieblichen Aufwand und macht beispielsweise eine Vielzahl aufwendiger Rangierarbeiten hinfällig.

Vorerst ist die ÖBB-Hochleistungslok auf Österreichs und Deutschlands Schienen unterwegs. Ab Mitte 2001 wird der Taurus auch grenzüberschreitend nach Ungarn und Tschechien eingesetzt und damit werden weitere Qualitäten der Hochleistungslok spürbar: Der mit einer Zweifrequenztechnik ausgestattete Taurus kann auf unterschiedlichen Stromsystemen Europas fahren wodurch die Konkurrenzfähigkeit der ÖBB auf dem liberalisierten europäischen Markt weiter ausgebaut wird. Diese Kompatibilität des Taurus mit Systemen in Deutschland und der Schweiz, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Frankreich ist insbesondere für den Güterverkehr wichtig. Bereits 75% des Cargogeschäftes der ÖBB sind grenzüberschreitend - die Tendenz in diesem Bereich ist steigend.

Kürzere Fahrzeiten im Personenverkehr

Im Personenverkehr kann der Taurus mit Fertigstellung der Hochleistungsstrecken seine ganze Kraft ausspielen. Dann kann die Lok abschnittsweise mit bis zu 230 km/h durch die Lande ziehen. Trotz vorerst gleichbleibender Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ist es den ÖBB mit dem Fahrplanwechsel 2000 erneut gelungen, den Fahrplan in vielen Bereichen zu optimieren. So erspart man sich zukünftig bis zu 14 Fahrminuten zwischen Salzburg und Graz und bis zu 11 Minuten von Graz nach Villach. IC-Züge zwischen Salzburg und Klagenfurt werden sogar um 18 Minuten schneller.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

ÖBB Pressestelle
Mag. Michael Hlava
Tel.: + 43 1 93000 - 32233
Fax: + 43 1 93000 - 25009
Email: michael.hlava@kom.oebb.at
Internet: www.oebb.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NBB/OTS