Hausbesorger-Vorsitzender Ehrlich: "Es reicht, Herr Herzog!"

Stadtrat ohne Ressort hat wohl zu viel Zeit

Wien (ÖGB/HGPD) "Bisher wollte ich mich zu den Unsinnigkeiten des Herrn Herzog nicht äußern", erklärt der Vorsitzende der Sektion Hausbesorger in der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst (HGPD) Karl Ehrlich: "Dazu habe ich auch nicht die Zeit. Denn Herr Herzog als Stadtrat ohne Ressort scheint genügend Zeit zu haben, um einen erbitterten Kampf gegen die Hausbesorger auszufechten. Aber irgendwann reicht es auch mir."++++

"Als Hausbesorger bin ich sehr verärgert darüber, dass hier der Kampf der FPÖ gegen die SPÖ auf Rücken der Hausbesorger ausgetragen wird", ergänzt Ehrlich. In Wien gäbe es, so der Sektionsvorsitzende, 22.000 HausbesorgerInnen , 4.000 davon sind bei der Gemeinde Wien beschäftigt: "Und dort gibt es - wie der Herr Stadtrat ohne Ressort vielleicht gar nicht weiß - eine Obergrenze für das Hausbesorgereinkommen. Die von ihm angesprochenen ‚Hausbesorgerbonzen‘ mit Gehältern um 70.000 Schilling gibt es dort also nicht. Dafür streift der Herr Herzog für uninformierte Demagogie fast doppelt so viel ein."

Ehrlich erinnerte auch daran, dass die Gewerkschaft HGPD schon seit Jahren an einer Reform des Hausbesorgergesetzes arbeite und mit dem Sozialministerium in diesbezügliche Gespräche war: "Da waren andere Lösungen angedacht, als der aktuelle Vorschlag, Hausbesorger nach Stunden zu bezahlen, ihnen aber die Haftung und Verantwortung für sieben Tage pro Woche zu übertragen." Bislang habe es nur ein einziges Gespräch zwischen Abgeordneten der ÖVP und FPÖ und der Gewerkschaft gegeben. "Und da wurde uns mitgeteilt, dass das Hausbesorgergesetz mit 1. Juli abgeschafft wird. Die Stellungnahmen unserer Experten und unser Wunsch nach Gesprächen wurden seither von der Regierung negiert", schloss Ehrlich.

ÖGB, 26. Mai 2000
Nr. 419

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