FSG-Beamte: Gegen "Friss Vogel oder stirb Politik"

In den Dienststellen rumort es bereits

Wien (FSG). "Mit ihrer 'Friss Vogel oder stirb Politik' wird diese Regierung unseren Staat noch an die Wand fahren", lässt der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) in der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) und stellvertretende GÖD-Vorsitzende, Richard Holzer, kein gutes Haar an der Regierung, insbesondere an Vizekanzlerin Riess-Passer, die er für das gestrige Scheitern der Beamtenverhandlungen allein verantwortlich macht.++++

"Abkassieren, drüberfahren. Ob jung oder alt, ob privat oder Öffentlicher Dienst, ob krank oder gesund, diese Regierung kennt beim Sozialabbau einfach kein Tabu", skizziert Holzer die momentane Regierungspolitik. Es sei daher auch überhaupt nicht verwunderlich gewesen, dass die Verhandlungen mit den VertreterInnen des Öffentlichen Dienstes eher im Klima einer Befehlsausgabe als konstruktiven Verhandlungen unter sich gegenseitig anerkennenden Partnern stattgefunden haben. Holzer: "Zu sagen, es werden 9.000 Dienstposten gestrichen und im Pensionsbereich werden fünf Milliarden Schilling eingespart, ist ein Diktat und kein Verhandlungsangebot."

Der FSG-GÖD-Vorsitzende ist für weitere Verhandlungen, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass auch die Regierung den konstruktiven Willen zu einem gemeinsam erarbeiteten Konzept als Beitrag des Öffentlichen Dienst bei der Budget-Entlastung zeigt. Holzer: "Wenn sich diese Regierung weiterhin als Diktator gebärdet statt konstruktiv zu verhandeln wird es immer schwieriger, den Kolleginnen und Kollegen zu erklären, dass wir noch Zeit für Gespräche brauchen. In den Dienststellen rumort es bereits gefährlich."

FSG, 26. Mai 2000
Nr. 105

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