Hübsch und Sochor im Rathaus geehrt

Wien, (OTS) Wolfgang Hübsch und Hilde Sochor wurden am Donnerstag im Wiener Rathaus mit Ehrenmedaillen der
Bundeshauptstadt Wien in Gold ausgezeichnet. Kulturstadtrat Peter Marboe meinte anlässlich der Überreichung der Ehrenzeichen, Wolfgang Hübsch und Hilde Sochor sind zwei Schauspieler, denen es um ein Theater geht, das im Zeichen des Dialogs mit dem Publikum steht. Sie sind Verführer, die die Menschen ins Theater locken,
die dazu beitragen, dass das Volkstheater eine so gefragte Adresse beim Publikum ist.****

Wolfgang Hübsch, der in letzter Zeit große Erfolge in Thomas Bernhards "Weltverbesserer" und in Albees "Wer hat Angst vor
Virgina Woolfe" gefeiert hat, hat seine ersten Engagements am Landestheater Salzburg und am Stadttheater Klagenfurt gehabt. 1966 kam er an das Wiener Volkstheater, dann 1970 ans Münchner Residenztheater und von 1971 bis 1989 ans Burgtheater, wo er 50 Rollen, darunter 20 Hauptrollen in 18 Jahren spielte: viel Schnitzler und auch Horvath, Shakespeare, Goethe, Kleist etc.
Seit 1989 freier Schauspieler hat Wolfgang Hübsch eine starke Bindung zum Wiener Volkstheater gefunden, wo ihm Direktorin Emmy Werner "wunderbare Rollen" anbietet, darunter in den letzten
Jahren den Rappelkopf im "Alpenkönig und Menschenfeind", den Sala in Schnitzlers "Der einsame Weg" oder den Zauberkönig in den "Geschichten aus dem Wienerwald".

Hildes Sochor hat vor einem Jahr ihr 50-Jahr-Jubiläum am Volkstheater mit einer umjubelten Darstellung des Fräuleins von Zahnd in den "Physikern" gefeiert. Ihre Theaterkarriere begann
beim Studio der Hochschulen und an den Wiener Kammerspielen. Im Volkstheater debütierte sie 1949 in Anzengrubers "Pfarrer von Kirchfeld". Seither spielte sie am Haus 155 Rollen, darunter 30
mal Nestroy.

Als Grusche im "Kaukasischen Kreidekreis" oder Schmuggleremma im "Puntila" und in anderen Rollen trug sie zur Brecht-
Rennaissance in Wien bei, im "Bockerer" feierte sie gemeinsam mit Karl Merkatz Dauererfolge, als Jente in "Anatevka" eroberte sie
das Musical . In den letzten Jahren spielte sie unter anderem die "Frau Dulska" von Gabriela Zapolska, die "Frau" in Kerstin Spechts "Amiwiesen", die Frau Blumenblatt in Nestroys "Jux" und die Großmutter in den "Geschichten aus dem Wienerwald".

Neben dem Theater ist sie im Fernsehen von der "Familie Leitner" bis zum "Kaisermühlenblues" präsent, sie absolvierte auch Gastspiele an anderen großen Häusern im deutschen Sprachraum und machte sich auch als Regisseurin einen Namen. (Schluss) gab

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