Mit dem Bergbau geht es wieder aufwärts

Konjunktur hat sich in der zweiten Jahreshälfte 1999 erholt -Preise blieben großteils auf unbefriedigendem Niveau

Wien (PWK) - Die Konjunktur im heimischen Bergbau beginnt sich langsam zu erholen. "Nach Rückschlägen im Jahr 1998 und Anfang 1999 hat sich die Auftragslage seit Mitte letzten Jahres wieder gebessert", berichtete Hellmut Longin, Vorsteher des Fachverbandes Bergbau-Stahl, bei der Jahrespressekonferenz seines Verbandes. Einige Branchen wie der Wolfram-, Talk- und Salzbergbau konnten ihre Performance sogar über das gesamte Jahr verbessern. Gleichgeblieben ist die Auftragslage beim Braunkohle- und Erzbergbau.

Ähnlich wie die Auftragslage entwickelten sich auch die Exporte. Nach einer Durststrecke zu Beginn des Jahres erholte sich die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte analog der besseren Auftragslage u.a. im Magnesitbergbau.

Die Preise für mineralische Rohstoffe stagnieren seit Jahren auf niedrigem Niveau. Nur bei wenigen Spezialprodukten können Preiserhöhungen durchgesetzt werden (insbesondere zum Teil bei Magnesit seit Jahresbeginn 2000). Diese Entwicklung kann nur durch Rationalisierungen kompensiert werden. Dementsprechend sank die Zahl der Beschäftigten in den 37 Betrieben von 3.567 auf 3.387 Mitarbeiter. Erleichterungen auf der Kostenseite erwarten sich die Unternehmen von der Liberalisierung des Strommarktes.
Trotz stagnierender Preise herrscht in fast allen wesentlichen Branchen des Bergbaus ein ausgesprochen positives Investitionsklima, besonders im Salz-, Wolfram- und Erzbergbau. Kostensenkung, höchste Qualität und besseres Service sind für die Betriebe die wichtigsten Strategien, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.

Für 2000 ist die Branche vorsichtig optimistisch. Sorgen bereitet den Betrieben die Umsetzung des Anfang dieses Jahres in Kraft getretenen Mineralrohstoffgesetzes (MinRoG). Wie befürchtet, haben sich Verzögerungen und Erschwernisse beim Vollzug des Gesetzes, vor allem für kleine und mittlere Unternehmen, existenzgefährdend ausgewirkt. Der Fachverband hofft nun auf eine rasche Novellierung des Gesetzes, damit nicht weitere Arbeitsplätze gefährdet werden. Auch aus Brüssel kündigen sich neue bürokratische Belastungen im Umweltbereich an (z.B. bei der Landfill Directive - welche die Sonderstellung des Bergbaues weiter einengt). (MH)

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