Muzik: Ein schwacher Landeshauptmann verrät Niederösterreichs Nebenbahnen

NÖ bezahlt jährlich 130 Millionen für die Aufrechterhaltung des Betriebes

St. Pölten, (SPI) - "Ein sehr schwaches Auftreten und vor allem "Eintreten" des verantwortlichen NÖ Landesverkehrsreferenten und Landeshauptmannes Erwin Pröll in Sachen Erhaltung der Nebenbahnen", kommentiert der Verkehrssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Hans Muzik, Prölls Äußerungen im Zuge der Pressefahrt zur Vorstellung der neuen Doppelstockwaggons auf der Westbahn. "Wenige Jahre nach dem medial groß präsentierten Abschluss des Nahverkehrsvertrages zwischen dem Land Niederösterreich und den ÖBB droht nun 17 Nebenbahnstrecken in Niederösterreich die Schließung, obwohl das Land den ÖBB jährlich rund 130 Millionen Schilling für den Betrieb der Nebenbahnen zuschießen. Pröll verrät Niederösterreichs Verkehrsinteressen", so der SP-Verkehrssprecher.****

Im Jahr 1996 wurde zwischen dem Land NÖ und den ÖBB ein Vertrag zur Aufrechterhaltung aller Nebenbahnen abgeschlossen, LH Erwin Pröll war der Unterzeichner. Das Land Niederösterreich bezahlt aus den für den Nahverkehr zweckgewidmeten Mitteln der Mineralölsteuer rund 130 Millionen Schilling jährlich an die ÖBB zur Sicherung der Nebenbahnen. "Wo bleibt der Aufschrei von Landesverkehrsreferent Erwin Pröll angesichts des drohenden Nebenbahn-Kahlschlages. Stehsätze vom "Transport warmer Luft" retten keine einzige unserer Nebenbahnen. Wenn die Bahn "warme Luft" transportieren sollte - was nicht der Fall ist -, warum sollen dann Busse zum Einsatz kommen? Werden die dann auch nur "warme Luft" transportieren?", zeigt sich Muzik empört über Prölls "Vergleiche".

"Die VPNÖ und Pröll haben sich endgültig von einer verantwortungsbewußten Verkehrspolitik für NÖ verabschiedet. Die blauschwarze Bundesregierung kürzt die Stützung der Verkehrsverbünde, die Pendler müssen massive Preiserhöhungen hinnehmen und Pröll, Infrastrukturminister Schmid und die verantwortliche Personenverkehrsdirektion der ÖBB sperren unsere Nebenbahnen zu. Dagegen wird die SPÖ-NÖ massiv auftreten - im Interesse der Menschen und der Regionen, die ihren Anschluß an das öffentliche Verkehrsnetz zu verlieren drohen", so LAbg. Muzik.
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