Direktorenkarussel dreht sich: Bronner übernimmt Rabenhof - Proteste der Wiener SPÖ / Emmy Werner: "Höchstens noch eine Ehrenrunde"

Vorausmeldung zu News 21/00 v. 25.5.00

Wien (OTS) - Der Kabarettist Gerhard Bronner steht, wie von News
in der Vorwoche gemeldet, unmittelbar vor der Bestellung zum Leiter des Wiener Rabenhoftheaters, das die "Josefstadt" aus Ersparnisgründen abgeben muss. Das Haus soll administrativ bei der "Josefstadt" verbleiben. Bronner will ohne Subvention auskommen, deshalb kann Kulturstadtrat Marboe ohne den Budgetausschuss entscheiden. Ursprünglich wurden freie Gruppen eingeladen, Konzepte für den Rabenhof zu erstellen.

Seitens des Wiener Koalitonspartners regt sich Kritik, wie News meldet. SP-Kultursprecher Ernst Woller: "Bronner will selbst und mit jungen Schauspielern seine Kabarettnummern aus den vergangenen 40 Jahren spielen. Ich halte das für indiskutabel: Einmal in Jahrzehnten wird ein Theater frei, man beauftragt seitens des Kulturamtes fähige junge Leute mit Konzepten und spielt dann altes Kabarett."

Marboe hatte mehrfach unter Hinweis auf die unsichere Budget-Lage der nächsten Jahre Bronners subentionsfreies Konzept präferiert. Woller: "Ich empfehle, das nötige Geld für den Spielbetrieb von den Subventionen der Vereinigten Bühnen zu nehmen. Ehe man jetzt übereilt, soll man den Rabenhof lieber ein halbes Jahr zusperren."

Volkstheater-Direktorin Emmy Werner kündigt derweil in News an, nach Vertragsende im Jahr 2002 "Wenn überhaupt, so nur noch eine Ehrenrunde" einzulegen, um bei der Suche nach junger Nachfolge zu helfen. Dem Vernehmen nach handelt es sich um ein bis zwei Jahre. Als Werners Kronprinzessin wird, Gerüchten zufolge, die Schauspielerin Andrea Eckert kolportiert. Emmy Werner hat sie überraschend in den Beirat der neuen Volkstheater-Stiftung berufen. Eckert: "Die Direktionsgerüchte haben wohl damit zu tun. Ich habe nie dergleichen gerhört."

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