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LTP Dörler betont Notwendigkeit starker Regionen Zusammenarbeit im gemeinsamen Europa kann nur auf starken Regionen fußen

Innsbruck (VLK) - In Innsbruck trafen heute, Mittwoch, die Abgeordneten der Landtage von Südtirol, Trentino und Tirol zu
einer gemeinsamen Sitzung zusammen. Vorarlberg, das in diesem "Dreier-Landtag" Beobachterstatus hat, wurde von
Landtagspräsident Manfred Dörler vertreten. Dörler bedankte
sich offiziell beim Südtiroler Landtagspräsidenten Hermann
Thaler für die vom Südtiroler Landtag mehrheitlich
beschlossene Ablehnung der EU-Sanktionen gegen Österreich.
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Der Südtiroler Landtag kritisierte diese Sanktionen als "einmaligen Vorgang und ungerechtfertigte Einmischung in die Innenpolitik des souveränen Österreichs". LTP Dörler dazu:
"In dem Südtiroler Beschluss, den ich als mutigen und
erfreulichen Schritt werte, sehe ich auch ein klares Zeichen
für die notwendige Stärkung der Regionen im gemeinsamen
Europa. In diese Richtung tendiert auch der Dreier-Landtag,
der mit seinen 106 Abgeordneten und den Mitgliedern der drei Landesregierungen künftig die politische Willensbildung
innerhalb der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino darstellen will."

Für Vorarlberg ist es laut Dörler wichtig, als Beobachter einerseits die eigenen Interessen einbringen zu können und andererseits über die Arbeit in dieser Europaregion
informiert zu sein. Dies umso mehr, da die gemeinsame Arbeit
im Hause Europa, vor allem im Ausschuss der Regionen, immer
mehr an Bedeutung gewinne und dadurch die Abstimmung der
Interessen ein Gebot der Stunde sei. Gemeinsame Positionen,
so Dörler, ließen sich in Brüssel oder Straßburg besser vertreten und umsetzen. Nur ein starkes Europa der Regionen,
das die Interessen seiner Bürger direkt vertritt, und eine
klare Aufwertung der Regionalparlamente innerhalb der EU
könne ein politisch vereintes Europa garantieren und einen
stabilen und dauerhaften Frieden sicherstellen.

Der Dreier-Landtag befasste sich unter anderem mit
Anträgen zu einer Regelung der Transitverkehrsströme im
Rahmen der EU-Gesetzgebung, der günstigeren Preisgestaltung
der Schiene gegenüber der Straße und gezielten Maßnahmen zur Verhinderung des Umweg- und Schleichverkehrs. Angestrebt wird
zudem ein grenzüberschreitendes Konzept für den gesamten Transitverkehr für alle drei Länder und eine
Schwerverkehrsabgabe für den gesamten europäischen Raum.

Angesichts der in den letzten Jahren verstärkt
aufgetretenen Naturkatastrophen wie Lawinen, Rutschungen und Vermurungen strebt der Dreier-Landtag die Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Alpine Sicherheit an. Ebenso sprach er
sich für den Abschluss bilateraler Abkommen aus, die
einheitliche Flugeinsatzstandards und Normen für grenzüberschreitende Flüge im Rahmen von Katastrophen-,
Hilfs- und Rettungsflügen schaffen sollen.
(hapf/gw,nvl)

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