GPA-Frauen: Die Gießkanne "Karenzgeld" ist vor dem Gießen schon leer!

Sogar Finanzstaatssekretär Finz will den Start für das "Karenzgeld für alle" verzögern!

Wien (ÖGB/GPA). ”Ich bin beruhigt, dass der Herr Finanzstaatssekretär das Problem ähnlich sieht wie wir. Die GPA-Frauen haben stets darauf hingewiesen, dass das Karenzgeld für alle nicht finanzierbar ist. Wir vertreten die Ansicht, dass Karenzgeld eine Versicherungsleistung ist und bleiben muss. Es soll über eine Sockelung und Deckelung sowie über eine Anhebung des Betrages gesprochen werden. Das Gießkannenprinzip ist wohl das Unsinnigste, was man in dieser Angelegenheit tun kann. Beim GPA-Frauen-Vorschlag gibt es keine Finanzierungsprobleme, weil das Prinzip der Selbstfinanzierung durch die Anspruchsberechtigten ja erhalten bleibt” so Ilse Fetik, die stellvertretende Vorsitzende der Wiener GPA-Frauen.++++

Die Ausweitung des BezieherInnenkreises gemeinsam mit der Verlagerung weg vom Versicherungsprinzip muss unweigerlich zu einem Finanzdebakel führen. Der Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) ist zwar im Moment gut bestückt, aber mit der neuen Karenzgeldregelung wird er in kürzester Zeit leer sein.

”Und dann? Wo bekommt denn der Finanzminister dann plötzlich die Steuergelder zur Finanzierung des Karenzgeldes für alle her? Doch wieder nur von jenen, die Steuern zahlen und nicht von jenen, die dies nicht tun und dennoch Karenzgeld beziehen” fragt sich Fetik.

ÖGB, 24. Mai 2000
Nr. 404

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