Städtetag: Schweiz sieht Österreichischen Städtebund als Vorbild

SPERRFRIST 16 UHR! Präsident des Schweizer Städteverbandes betont die Relevanz der Städte

Wien, (OTS) Im Rahmen seiner Eröffnungsrede anlässlich des 50. Städtetages des Österreichischen Städtebundes in Wels zollte Dr. Heinz Christen, Präsident des Schweizer Städteverbandes und Stadtammann von St. Gallen am Mittwoch, seinem österreichischen Pendant Respekt. Die verfassungsrechtliche Verankerung des Städte-und Gemeindebundes, wie auch der Konsultationsmechanismus seien Errungenschaften, die in der Schweiz erst noch einzuführen seien. Weiters betonte er, dass es sowohl in der Schweiz wie auch in Österreich zu einer Renaissance der Städte durch innovative Lösungen kommen müsse.

Grundsätzlich sei das Prinzip Stadt, so Christen, trotz Globalisierung der Wirtschaft und Individualisierung der Menschen nicht in Frage gestellt. Dennoch müsste gerade heute in
politischer und wirtschaftlicher Hinsicht der Begriff des Städtischen erneuert bzw. erweitert werden.****

Städte: Unverzichtbare Zentren auch im virtuellen Zeitalter

Auch die neuen Kommunikationsmöglichkeiten - Stichwort:
Internet - stellen die Städte in ihrer so wesentlichen Funktion
als Orte zwischenmenschlicher Begegnung und kultureller Vielfalt nicht in Frage. Christen dazu wörtlich: "Die virtuellen Möglichkeiten ersetzen nicht die Vorzüge der Urbanität."

Kernstädte sichern zentrale Aufgaben des Umlandes ab

Faktum ist, so Christen, dass etwa die Kernstädte von ihrem Umland nicht mehr zu trennen seien. Lebten 1950 nur 36 Prozent der Schweizer Bevölkerung in Städten, so seien es gegenwärtig rund 66 Prozent. Als Beispiel für die Ausdehnung städtischen Gebietes nannte er die 360.000 Einwohner starke Stadt Zürich, die zugleich als Zentrum einer Agglomeration von einer 1 Million Einwohner
dient. Die Kernstädte sind hier besonders gefordert, da sie doch eine Vielzahl kostenintensiver zentralörtlicher Leistungen sicherstellen, ohne dafür einen adäquaten Ausgleich zu erhalten.

Finanzieller Ausgleich zu Gunsten der Städte vonnöten

Auch Schweizer Städte seien mit der Abwanderung kaufkraftstarker Bevölkerungskreise, vorab mittelständischer Familien, ins städtische Umland konfrontiert. Um die Verwandlung
in eine so genannte A-Stadt (Arme, Arbeitslose, Auszubildende, Ausländer, Abhängige) hintanzuhalten, bedürfe es gerade von finanzieller Seite her einer erneuten Aufmerksamkeit gegenüber den Städten. Sind es doch sie, die als Motoren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritts bis heute nichts an ihrer
Triebkraft verloren haben.

Städte behalten ihre Aufgabe eines gesellschaftlichen Labors

Um die Renaissance der Städte dauerhaft zu gewährleisten, müssten die Verantwortlichen die vier Teufelskreise "Verkehr", "Umwelt/Bodennutzung", "Wohnen/Arbeiten" und "Öffentliche
Finanzen" lösen. Grundlegend dafür sei eine neue Einstellung zur städtischen Lebensweise, die im Engagement für die Stadt gipfele. Nur auf diese Weise könne die so wichtige Eigenschaft der Stadt, gesellschaftliches Labor zu sein, auch in Zukunft gewahrt bleiben. (Schluss) hch
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