Stadt Wien geht bei der Öffentlichkeitsarbeit neue Wege

"Unser Wien" wird multimedial

Wien, (OTS) Die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Wien soll in einem mehrjährigen Prozess grundlegend reformiert werden. Eckpfeiler des Konzepts sind ein verstärkter Dialog mit den BürgerInnen unter Einsatz moderner Informationstechnologien (Internet, Call Center etc.) sowie eine höhere Eigenverantwortung der Fachabteilungen im Rahmen eines übergreifenden Corporate Designs. Zur Umsetzung der neuen Öffentlichkeitsarbeit sollen dem Wiener Gemeinderat im Juni mehrere Anträge des Presse- und Informationsdienstes (PID) vorgelegt werden, darunter die Verträge für eine neukonzipierte, multimediale Informationszeitung "Unser Wien" und für das neue Kommunikationsdesign der Stadt Wien.****

PID-Chefredakteur Fred Vavrousek, der in den letzten Monaten das neue Konzept der Öffentlichkeitsarbeit allen Stadträten sowie den Klubs der im Wiener Gemeinderat vertretenen Parteien
vorgestellt hat: "Die technische und gesellschaftliche Entwicklung erfordert neue Wege der Öffentlichkeitsarbeit. Wir wollen weg vom traditionellen Sender-Empfänger-Prinzip zu einem Dialogmodell mit den Bürgern. Und der PID will in Zukunft keine bevormundende Zentralstelle der Öffentlichkeitsarbeit mehr sein, sondern strategischer Partner der Fachabteilungen. Das integrative Wiener Modell zielt - bei gleich bleibenden Gesamtkosten - auf eine maximale Eigenverantwortung der Abteilungen im Rahmen eines identitätsstiftenden einheitlichen Werbeauftritts der Stadt Wien ab. Natürlich werden wir das nicht von heute auf morgen schaffen, ein Umdenken und ein umfangreiches Schulungsprogramm, das gerade anläuft, sind notwendig, aber in etwa drei bis fünf Jahren sollte das neue Modell, das wir gemeinsam mit internationalen Experten
und insbesondere Vertretern deutscher Großstädte erarbeitet haben, voll greifen."

Neues Kommunikationsdesign

Als einen der ersten wichtigen Schritte zur Umsetzung der
neuen Öffentlichkeitsarbeit hat der PID nach den Richtlinien der Europäischen Union im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens europaweit geeignete Agenturen zur Entwicklung einer integrativen Werbe-, PR- und Marketingstrategie für die Stadt Wien gesucht. Aus dem Verfahren ging Ecker & Partner Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying GmbH, die mit dem Subunternehmer Lowe GGK Werbeagentur Ges.m.b.H. arbeiten will, als Bestbieter hervor. Dem Gemeinderat wird im Juni ein Antrag auf Abschluss eines Rahmenvertrags mit
Ecker & Partner vorliegen. Die Kosten dieses Projekts belaufen
sich für die Jahre 2000 bis 2002 auf einen Betrag von zusammen 185 Millionen Schilling (davon 45 Millionen im Jahr 2000).

Multimediales "Unser Wien"

Die traditionelle Postwurfzeitung "Unser Wien" soll in
Zukunft statt bisher rund zwanzigmal nur noch ca. zwölfmal im Jahr erscheinen. Die so eingesparten Mittel sollen für die multimediale Aufrüstung dieses Produkts eingesetzt werden. Im Rahmen von "Unser Wien" soll es in Zukunft auch zielgruppenorientierte Mailings, Umfragen mittels angehefteter Postkarten, eine Internetplattform, eine Chat-Plattform und ein Call Center geben. Inhaltlich ist vorgesehen, regelmäßig Diskussionsforen mit allen im Gemeinderat vertretenen Klubs abzuhalten. Der Gemeinderat wird im Juni über einen Fünf-Jahres-Vertrag mit dem aus einem europaweiten Vergabeverfahren ermittelten Bestbieter, der Heinz Keller Druck-
und Verlag OHG, abzustimmen haben. Die jährlichen Kosten für "Unser Wien" betragen rund achtzig Millionen Schilling.

Verbindungsbüros in Mittel- und Osteuropa

Ebenfalls im Juni-Gemeinderat wird ein Vertrag über die Führung von Wien-Büros in den mittel-osteuropäischen Ländern auf der Tagesordnung stehen. Im Auftrag des PID waren, aufgrund eines einstimmigen Gemeinderatsbeschlusses, ab 1996 sieben solche Büros - in den Städten Belgrad, Preßburg, Budapest, Laibach, Prag, Sarajevo und Zagreb - eingerichtet worden. Diese Büros haben sich ausgezeichnet bewährt; die Beziehungen Wiens zu jenen Städten, in denen es Verbindungsbüros gibt, haben sich überdurchschnittlich entwickelt. Solche Büros - und zusätzlich noch bis zu drei weitere in anderen Städten - soll es auch in den nächsten fünf Jahren geben. Aus einem europaweiten Vergabeverfahren ging die Compress Verlagsgesellschaft m.b.H. & Co. KG als Bestbieter hervor. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf rund sechzig Millionen Schilling. (Schluss) red

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