Keusch: Fordere Wochentags-Nachtdienstbereitschaft der Ärzte auch für den Bezirk Amstetten

Ausweitung der derzeitigen Pilotprojekte auch für unseren Bezirk - Finanzierung für flächendeckende Versorgung für 2001 gesichert

St. Pölten, (SPI) - "Nach langen und engagierten Gesprächen und Verhandlungen mit der Ärzteschaft, Rettungsorganisationen und Versicherungsträgern ist nun der Startschuss für die Wochentagsnachtdienstbereitschaft der Ärzte erfolgt. In der Stadtgemeinde Klosterneuburg und im Bezirk Tulln ging die umfassende Nachtdienstbereitschaft der Ärzte am 1. März in Betrieb, es folgten die Bezirke Krems und Mistelbach am 1. April. Mit 1. Mai begannen die Pilotprojekte im den Bezirken St. Pölten und Melk. Die Ärzte sind über ein "Call-Center" unter der Nummer: 0800-210 210 von 19 Uhr bis 7 Uhr früh erreichbar. Zweck ist es, der Bevölkerung auch zu den Nachtstunden unter der Woche eine flächendeckende Versorgung - auch unter der teilweisen Einbindung der Rettungsorganisationen - zu bieten. Der Dienst selbst wird pauschal vom Land abgegolten und ist für die Patienten kostenlos", informiert der Amstettner SP-LAbg. Eduard Keusch.****

"Für den Bezirk Amstetten stellt sich nun die Frage nach der Einbindung in die Pilotprojektphase. LHStv. Dr. Hannes Bauer steht in Verhandlungen mit der Ärzteschaft, wobei ein sehr konstruktives Gesprächsklima konstatiert werden muss. Ich fordere und appelliere gleichzeitig an die Ärzteschaft, dass zumindest Mitte des Jahres auch im Bezirk Amstetten die flächendeckende Wochtentags-Ärztenachtdienstbereitschaft eingeführt werden kann. Nachdem nun auf Landesebene die Voraussetzungen geschaffen wurden, ist für mich nun die Ärzteschaft am Zug. Für das Jahr 2001 stehen die Weichen bereits für eine flächendeckende Umsetzung. Die Budgetmittel für die flächendeckende Umsetzung der Ärztewochentags-Nachtdienstbereitschaft in NÖ sind gesichert. Rund 26 Millionen Schilling sind im Budget 2001 für diesen wichtigen Versorgungsauftrag im Sinne einer umfassenden Gesundheitsversorgung der Bevölkerung vorgesehen. Dies ist das Ergebnis der Verhandlungen zwischen dem Gesundheitsreferenten der NÖ Landesregierung, LHStv. Dr. Hannes Bauer, und dem Finanzressort von LR Mag. Wolfgang Sobotka.

"Mit dieser Einigung könnten wir die seit dem Beginn der 90er Jahre begonnenen Bemühungen um die Einführung einer Wochentagsnachtdienstbereitschaft der Ärzte während der Nachtstunden zu einem erfolgreichen Abschluss führen. Wurden im Jahr 1994 die Verhandlungen noch bei einem budgetierten Aufwand von rund 80 Millionen Schilling erfolglos abgebrochen, so stehen wir heute vor der Verwirklichung einer umfassenden Gesundheitsversorgung der Bevölkerung rund um die Uhr. Dies ist um so erfreulicher, als das neu konzipierte System mit einer viel kleineren Zahl an Versorgungssprengeln auskommt, nichts desto trotz jedoch eine qualitativ umfassende Versorgung garantiert", freut sich Keusch über die Erfolge von LHStv. Bauer.

In der Endphase wird es in Niederösterreich 48 Sprengel geben, über welche der ärztliche Wochentagsnachtbereitschaftsdienst organisiert werden soll. Ein Teil davon sollen als sogenannte "NEF-Standorte" konzipiert sein - derzeit sind sieben in Überlegung - ; d.h. sie werden in ihrem Bereich das bestehende Notarztwagensystem sowie die Wochtagsnachtdienstbereitschaft wahrnehmen und damit zu einer weiteren Qualitätsverbesserung der Versorgung unserer Bevölkerung beitragen. "Es ist mir als Amstettner Mandatar ein besonderes Anliegen, den Menschen die Sicherheit geben zu können, dass sie im Notfall auch während der Nachtstunden jederzeit einen Arzt erreichen und mit ärztlicher Hilfe rechnen können", so Keusch abschließend. (Schluss) fa

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