RUDI STANZEL - reformel

Wien (OTS) - Pressepreview: Dienstag, 13. Juni 2000, 10.30 Uhr Ausstellungsort: MAK-Galerie (im Kellergeschoß)
MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst
Stubenring 5, A-1010 Wien
Ausstellungsdauer: 14. Juni - 10. September 2000 Öffnungszeiten: Di (MAK NITE) 10.00 - 24.00 Uhr
Mi - So 10.00 - 18.00 Uhr, Mo geschlossen

Von 14. Juni bis 10. September zeigt das MAK die Ausstellung "reformel" des österreichischen Künstlers Rudi Stanzel. Gleichzeitig wird der Dokumentarfilm des Filmemachers zu sehen sein. Begleitend zum Film liegen 20 Künstlerbücher in der Ausstellung auf. Ein Gespräch mit dem Künstler findet am Dienstag, den 5. September um 20.00 Uhr statt.

Rudi Stanzel studierte Malerei bei Peter Weibel an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien, sagt jedoch: "Ich wollte nie Maler werden. Vom Schreiben wechselte ich zur Pantomime, von der Performance zum Keilrahmen. Auf der Akademie untersuchte ich das Material Farbe anhand von Weiß und Schwarz. Ich verwendete keine Pinsel. Das rein malerische Problem interessierte mich nicht."

Für die MAK-Galerie hat Rudi Stanzel eine begehbare Bodeninstallation mit dem Titel "reformel" entwickelt. Sie besteht aus einer Bodencollage und einer Skulptur, deren Bestandteile immer wiederkehrendes Vokabular seiner Arbeit sind: Rechteck, Linie, Graphit, Schwarz und Weiß.

Ausgangspunkt ist eine zwölfminütige Dokumentation des Filmemachers Arash, die Rudi Stanzels Arbeit transformiert und interpretiert. Der Film - und so auch die Filmstills - zeigen Detailaufnahmen von Bildern und Skulpturen. In kurzen Bildsequenzen wurden diese clipartig zusammengesetzt und mit Arbeitsgeräuschen vertont. Rudi Stanzel hat den Film digitalisiert, in Einzelframes abgespeichert und auf A3 ausgedruckt. Die Laserprints werden zum Material für seine Installation, für die er 2.000 Filmstills nahtlos über den Boden auslegt, kaschiert und versiegelt. Durch eine bewußt zufällige Anordnung entsteht eine lebendige Komposition aus Schwarz und Weiß. Im Dialog mit dieser Fläche steht eine überdimensionale Linie, eine strichartige 17 Meter lange Graphitskulptur.

Seit seinem Studium beschäftigt sich Rudi Stanzel mit sich ständig verändernden Bildoberflächen, eine Annäherung an die Malerei, wobei das Material eine vorrangige Rolle spielt. "Ich verwende Material nicht, um abzubilden - Ölfarbe nicht zum Malen, Graphit nicht zum Zeichnen - sondern zeige es". Bildträger bearbeitet Rudi Stanzel mit Müllsäcken, Transparentpapier, gefaltetem Zeitungspapier, Photokopien oder auch mit Graphitstäben. Strukturen und Texturen ergeben sich aus der Anordnung, Färbigkeiten aus der Beschaffenheit des Materials. Die "Materialität" der Farbe - nicht ihre Farbigkeit, Weiß und Schwarz sind die Grundelemente für seine künstlerischen Experimente. Sein Formenrepertoire beschränkt sich auf Linie und Rechteck.

"reformel" als Titel der Ausstellung läßt eine Anspielung auf informelle Kunst erahnen. Den Begriff verwendet Rudi Stanzel, da er "für den Reduktionismus zu üppig und für Informel zu organisiert" arbeitet. Die Beschränkung auf primäre Ausdrucksmittel und der Zufall als Methode der Gestaltung sind seit den 80er Jahren Thema seiner Arbeit. "Stanzel zeigt seine Idee, indem er alles Überflüssige ausläßt. Der Betrachter wird nicht durch Nebensächlichkeit abgelenkt. Die Kraft seiner Kunstwerke liegt in ihrer Einfachheit."

Rudi Stanzel wurde 1958 in Linz geboren und lebt heute in Wien. Zu seinen wichtigsten Einzelausstellungen zählen: feichtner&mizrahi, Wien (1998), Galerie Doris Wullkopf, Darmstadt (1998), Galerie E. und K. Thoman, Innsbruck (1992), Secesion, Wien (1992), Galerie Ulysses, Wien (1992), Kunsthandlung Hummel, Wien (1987), Forum Stadtpark, Graz (1986).

Ausstellungsdaten

RUDI STANZEL
reformel

Pressepreview Dienstag, 13. Mai 2000, 10.30 Uhr
Eröffnung Dienstag, 13. Mai 2000, 20.00 Uhr,
Präsentation des Filmes "reformel" von Arash, 21.00 Uhr Künstlergespräch Dienstag, 5. September 2000, 20.00 Uhr Ausstellungsort MAK-Galerie (im Kellergeschoß)
MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst
Stubenring 5, A-1010 Wien
Ausstellungsdauer 14. Mai - 10. September 2000
Öffnungszeiten Di (MAK NITE) 10.00 - 24.00 Uhr (!),
Mi - So 10.00 - 18.00 Uhr, Mo geschlossen

Ausstellung Rudi Stanzel, Peter Noever
MAK-Kurator Eva Christina Kraus
Projektmanagement Margarete Heck
Techn. Koordination Harald Trapp, Philipp Krummel

Katalog Rudi Stanzel "reformel", MAK Wien,
Hrsg. Peter Noever. Mit einem Vorwort von Peter Noever und Beiträgen von Wolfgang Fetz und Rudi Stanzel, 72 Seiten, ca. 60 Farbabbildungen. ATS 190.-

Führungen 20. Juni 2000, 20.00 Uhr
11. Juli 2000, 20.00 Uhr
Feiertage 22. 6. Fronleichnam 10.00 - 18.00 Uhr
15. 8. Maria Himmelfahrt 10.00 - 24.00 Uhr

MAK-Eintritt öS 90,00/öS 45,00 ermäßigt für Schüler, Studenten, Senioren ab 60, Soldaten, Zivildiener, Gruppen ab 10 Personen,

ICOM/Freier Eintritt für Kinder bis Schulpflicht, Mitglieder der MAK ART SOCIETY, der Gesellschaft der Freunde der Secession, Studenten der Universität für angewandte Kunst, Arbeitslose, Schulklassen.

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