Abschaffung der Gemeindeärzte verschlechtert die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Ärztekammer hofft auf Sieg der Vernunft

"Die Position des Gemeindearztes ist für eine Gemeinde von entscheidender Bedeutung. Nicht nur für die handelnden Politiker, sondern vor allem für die Bevölkerung. Eine Abschaffung der Gemeindeärzte, die ja offensichtlich derzeit von Seiten des Gesetzgebers systematisch vorangetrieben wird, würde sich nachhaltig negativ auf die medizinische Versorgung in unseren Gemeinden auswirken." meinte heute MR Dr. Gerhard Weintögl, Präsident der Ärztekammer für NÖ.

Weintögl verweist in diesem Zusammenhang auf die Tatsache, daß eine Vielzahl von praktischen Ärzten vor allem im ländlichen Raum durch ihre Tätigkeit als Gemeindearzt zu einer hervorragenden flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung beigetragen haben. Weintögl apelliert an die Vernunft der verantwortlichen Politiker "keinen langfristigen Kahlschlag im NÖ Gesundheitswesen zu betreiben und das bewährte System der gemeindeärztlichen Versorgung zu zerschlagen".

"Tatsache ist, daß die Gemeinden per Gesetz wichtige Aufgaben in der gesundheitlichen Versorgung ihrer Bevölkerung zu erbringen haben. Die Ärzteschaft hat Vorschläge unterbreitet, wie dies auf einer medizinisch zeitgemäßen Basis durch die Gemeindeärzte erfolgen kann." so der Präsident weiter.

Der ÖVP-Abgeordnete Riedl fordert in einer Aussendung die Verpflichtung aller Gemeindeärzte, mindestens 10 Stunden pro Woche den Gemeinden zur Verfügung zu stehen. Weintögl: "Gemeindeärzte sind in erster Linie Ärzte und damit für die medizinische Versorgung der Bevölkerung zuständig. Dem Bürgermeister und der Gemeinde stehen Sie als medizinische Sachverständige zur Verfügung. Darüber hinausgehende zentralistische Anordnungen für ärztliche Aufgaben haben im Gesundheitswesen noch niemals Erfolg mit sich gebracht."

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