ARBÖ: Vielzahl von Fahrzeugherstellern geben Biodiesel als Kraftstoff nicht frei

Fahrzeugliste zu Biodiesel auf ARBÖ-Homepage

Wien (ARBÖ) - Biodiesel, der aus Rapsöl gewonnen wird, würde
sich prinzipiell als Kraftstoff in modernen Dieselfahrzeugen anbieten und könnte auch eingesetzt werden. Doch so positiv, wie
es bisher klingt, ist es leider nicht. Die ARBÖ-Techniker informieren über die wichtigsten Aspekte und haben für alle, die wissen möchten, ob ihr Auto mit Biodiesel betrieben werden kann,
im Internet via ARBÖ-Homepage http://www.arboe.at eine Liste aller Fahrzeugmarken erstellt.

Raps ist ein Rohstoff, der ständig nachwächst, und aus dem ein Kraftstoff für unsere Fahrzeuge produziert werden kann. Ein Kraftstoff, der alle Umweltprobleme und -diskussionen im Bezug auf den Straßenverkehr löst, das ist der Traum aller Menschen. Rapsöl, das chemisch in sogenannten Rapsmethylester (RME) umgewandelt
wird, weist Eigenschaften auf, die mit herkömmlichem Dieselkraftstoff vergleichbar sind. Der Leiter der ARBÖ-Technik, Dipl.Ing. Martin Ognar: "Leider hat die Sache einen Haken, denn selbst wenn alle theoretisch zur Verfügung stehenden Flächen für den Anbau von Raps genutzt würden, ergäbe sich eine Deckung des gesamten Dieseltreibstoffverbrauchs in Österreich zu etwa zwei Prozent. Weiters ist zu beachten, dass eine Ackerfläche nicht häufiger als im Abstand von drei bis vier Jahren mit Raps bebaut werden sollte. Dies bedeutet, dass mit RME allein maximal jedes fünfzigste Dieselfahrzeug angetrieben werden kann."

Aufgrund dieser Tatsache wird immer wieder von einer verpflichtenden Beimengung von "Biodiesel" zu konventionellem Dieselkraftstoff auf Erdölbasis gesprochen. Dazu Dipl.Ing. Ognar vom ARBÖ: "Das Ganze wird unter dem Deckmantel Ökologie verkauft. Näher betrachtet ist dieses Produkt keineswegs umweltfreundlich. Erstens müssen zum ertragreichen Anbau von Raps Düngemittel eingesetzt werden. Zweitens geht durch die Beimischung zu konventionellem Dieselkraftstoff der Hauptvorteil von Biodiesel -die rasche biologische Abbaubarkeit - verloren."

Eine verpflichtende Beimengung zum Dieselkraftstoff stellt die Vernichtung eines wichtigen Produktes dar. Dipl.Ing. Ognar vom ARBÖ: "Viel sinnvoller wäre es, Biodiesel dort einzusetzen, wo Kraftstoff durch technische Defekte direkt ins Erdreich gelangen könnte, also beispielsweise bei Traktoren, landwirtschaftlichen Arbeitsmaschinen oder Pistenraupen."

Abgesehen vom Problem der Verfügbarkeit, zeigt sich noch ein weiteres großes Hindernis bei der Verwendung von RME in modernen Dieselfahrzeugen. Eine Vielzahl von Herstellern gibt die
Verwendung von Rapsmethylester als Kraftstoff nicht frei. "Als Gründe werden mögliche Schädigungen an Dichtungen, an der Einspritzpumpe und den Einspritzdüsen angegeben. Tankt man ohne offizielle Freigabe durch den Hersteller dennoch Biodiesel, so
kann es zu Problemen hinsichtlich Garantie und Gewährleistung kommen. In solchen Fällen könnte das Tanken von RME teuer kommen," betonte ARBÖ-Cheftechniker Ognar. Für alle, die wissen möchten, ob ihr Auto mit Biodiesel betrieben werden kann, ist im Internet via ARBÖ-Homepage http://www.arboe.at eine Liste aller Fahrzeugmarken abrufbar.

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