Auer: Zivildienerstopp - Rettungsorganisationen befürchten bereits Rücknahme von Leistungen

Peinliche Doppelbödigkeit von LH Erwin Pröll in Sachen Rot-Kreuz-Unterstützung

St. Pölten, (SPI) - Das Rote Kreuz befürchtet angesichts des von VP-Innenminister Ernst Strasser angeordneten Zivildienerstopps, dass der Betrieb in dieser Form nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Das Rote Kreuz wirbt in einer landesweiten Aktion um neue Förderer, vor allem aber sollen rund 2.000 bis 5.000 neue ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefunden werden, um den Ausfall der Zivildiener halbwegs wettzumachen. "Die ersten Auswirkungen sind da! Niederösterreich verliert ein Drittel seiner Zivildiener und für viele karitative Einrichtungen, Vereine und die Rettungsorganisationen drohen nicht nur maßgebliche Arbeitserschwernisse, sondern teils sogar die Einstellung der Dienstleistungen", kritisiert die Sozialsprecherin und SPNÖ-Landesfrauenvorsitzende LAbg. Helene Auer die sozialpolitische "Blindheit" des ÖVP-Innenministers.****

"Während also Prölls Vertrauter und ehemaliger VP-Klubobmann Ernst Strasser die Sicherheit der Gesundheitsversorgung untergräbt und die karitativen Organisationen aushöhlt, lässt sich der Landeshauptmann gleichzeitig als neuer Förderer des Roten Kreuzes feiern. Dies ist wohl eine nicht mehr zu überbietende Doppelbödigkeit. Jede Förderung ist zu unterstützen - LH Erwin Pröll wäre aber zusätzlich gut beraten, bei Ernst Strasser die Rücknahme der unsozialen und ungerechten Einsparungen zu fordern. Dass er dies nicht tut zeigt, dass es ihm nicht um die Menschen geht, sondern ausschließlich um ein öffentlichkeitswirksames Schauspiel, mit dem die ÖVP versucht, ihre Sozialabbaupolitik zu verschleiern. Während die ÖVP vorgibt, das Freiwilligenwesen zu unterstützen, raubt sie diesem im Hintergrund die Voraussetzungen für eine klaglose Organisation und die Aufrechterhaltung ihres Leistungsspektrums", so Auer weiter.

Nicht zu vergessen ist zudem, dass die Maßnahmen Strassers für viele junge Menschen im Rahmen ihrer Lebensplanung einen schweren Rückschlag bedeuten. Ohne abgeleisteten Zivildienst droht Arbeitslosigkeit, Jobs können nicht angetreten werden, Jobs gehen verloren. Mit der Essensgeldkürzung auf 43,- Schilling täglich belastet man die jungen Menschen in einer Zeit, in der sowieso jeder Schilling zweimal umgedreht werden muss. Man degradiert junge Menschen, die sich dem Dienst am Nächsten widmen, zu Almosenempfänger. "Eine Regierung, die so mit unserer Jugend, aber auch mit jenen, die Hilfe benötigen, umgeht, können wir in Österreich nicht brauchen. Der massive Widerstand der Sozialdemokraten -unterstützt durch die karitativen Vereine, die Freiwilligenorganisationen und nicht zuletzt durch die Bevölkerung -gegen diese Maßnahmen von Innenminister Ernst Strasser, der sich offensichtlich der Zustimmung seiner VPNÖ-Kollegen sicher ist, wird jedenfalls anhalten. Der Zivildienerstopp muss ebenso fallen wie die Kürzung des Essensgeldes", so LAbg. Auer.
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