Vignette und chip keinesfalls vor 2003; jedenfalls streng anonym

Salzburg (OTS) - Diversen Meldungen vom heutigen Tag war zu entnehmen, dass die Vignette der Generation 2001 zwecks Erhöhung der Fälschungssicherheit mit einem chip ausgestattet sei.

Dazu wird seitens der ÖSAG folgendes mitgeteilt:

Die aktuellen Versuche in den ersten Monaten des heurigen Jahres, Vignetten in größerem Umfang zu fälschen , haben die ÖSAG veranlasst zusätzliche Merkmale für die kommenden Vignetten Generationen anzudenken, die Fälschungen maßgeblich verhindern sollen.

Die Generation 2001, die orange Vignette, die ab 1.Dezember 2000 Gültigkeit hat, wird jedenfalls bei den Vignetten mit hohem Nominale als zusätzliches Merkmal ein Hologramm aufweisen, eine Technologie, die auch die Österreichische 5.000 Schilling Banknote mitführt.

Als weitere mögliche Maßnahme wird die Technologie einer Magnetprägung der Vignette geprüft, wobei hiefür bis dato die technisch / ökonomischen Klärungen noch nicht abgeschlossen sind. Sollten sie nicht mehr rechtzeitig vor dem Start der Vignettenproduktion im Sommer dieses Jahres erfolgen, so bleibt die Implementierung für die Vignette 2002 vorbehalten.

Als letzter möglicher Schritt wird auch der Einbau eines microchip in die Vignette seitens der ÖSAG geprüft. Umfangreiche produktionstechnische Vorfragen werden dazu noch zu klären sein, sodass noch kein konkreter Umsetzungstermin hiefür vorgesehen ist. Als frühester Einführungstermin ist 2003 denkbar, die ÖSAG behält sich jedoch vor, davon Abstand zu nehmen, wenn die Praxiserfahrungen keinen Anlass geben, zusätzlichen Aufwand für weiteren Fälschungsschutz zu betreiben.

Jedenfalls wird dieser microchip aus derzeitiger Sicht der ÖSAG nur streng anonyme Daten enthalten, also neben der Information der zeitlichen Gültigkeit der Vignette und der Vignettenart einen verschlüsselten elektronischen Sicherheitscode ; also nur solche Daten, die bereits bei der Produktion implementiert werden. Der chip wird aber keinesfalls dazu weitere Personen - oder Fahrzeug bezogenen Daten aufweisen, zumal dies bei Verkauf der Vignetten über die rund 9.000 europäischen Vertriebsstellen weder technisch noch wirtschaftlich sinnvoll ist. Auch wird dieser chip aus Kostengründen nicht zum berührungslosen Dialog im freien Verkehrsfluss auf Autobahnen geeignet sein , sondern nur für ein Auslesen auf kurze Distanz (max 20 bis 50 cm) beim stehenden Fahrzeug. Dieser chip würde also keinesfalls den Weg zum "gläsernen Autobahnbenützer" einleiten, sondern lediglich das Fälschungshindernis des Hologrammes der Vignette 2001 auf anderem Weg weiter entwickeln.

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