Minister Schmid: Chip in Autobahnvignetten ist klassische "Ente"

Ab 2001 sollen Hologramm und Magnetstreifen Vignetten fälschungssicher machen =

Als "klassische Ente" bezeichnet Verkehrsminister DI Michael Schmid die heute morgen per Hörfunk verbreitete Nachricht, daß in die Autobahnvignetten für das nächste Jahr ein Elektrochip eingebaut sei, mit dem die Exekutive im Vorbeifahren kontrollieren könne, ob ein Fahrzeug eine Vignette geklebt hat oder nicht. "Wer auch immer diese Nachricht in Umlauf gebracht hat, sie stimmt keinesfalls", so der Minister.

Es gebe drei Hauptgründe, warum der "Vignettenchip" jeder Grundlage entbehre:

Der Chip ist datenschutzrechtlich äußerst bedenklich.

Der Einbau eines solchen Chips ist höchst unwirtschaftlich.

Die Installierung eines Chips in die Autobahnvignette ist technisch praktisch nicht machbar.

Für das Jahr 2001 sind laut Schmid aber durchaus Änderungen im Aussehen der Vignette geplant. So soll das Pickerl, ähnlich wie bei der 5000-Schilling-Banknote, ein Hologramm verpaßt bekommen, um die Fälschungssicherheit zu erhöhen. Ebenso werde ein Magnetsreifen eingebaut, der es der Exekutive vor allem bei Kontrollen in der Nacht möglich machen soll, eine echte von einer gefälschten Vignette zu unterscheiden. Mit einem eigens dafür entwickelten Erkennungsgerät prüfen die Exekutivbeamten die anhand des Magnetstreifens die Echtheit des Klebers. "Die immer häufiger auftretenden Vignettenfälschungen zwingen uns, diese Schritte zu unternehmen", begründet Minister Schmid.

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