Penz weist Vorwürfe von Verzetnitsch zurück

Nach vier Jahren Einkommensverlusten sind neue Mittel für die Bauern dringen nötig!

St. Pölten (NÖI) - In der TV-Sendung "Zur Sache" am Sonntag-Abend kritisierte ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch wieder einmal, dass die Bauern von der Regierung Milliardengeschenke bekämen. Dazu NÖ Bauernbunddirektor Johann Penz: "Dieses Gerede von den angeblichen Milliardengeschenken an die Bauern ist Klassenkampfstil aus den Fünfzigerjahren, und außerdem sachlich nicht haltbar."****

Der Bauernbunddirektor verweist darauf, dass Verzetnisch offenbar damit die Erhöhung der Mittel für das Umweltprogramm (ÖPUL), den Sockelbetrag für die Bergbauern sowie die in Verhandlung stehende Senkung des Dieselpreises meine. "Die bessere Dotierung des ÖPUL ist ein Beschluss, der noch in der Zeit der Koalition SPÖ-ÖVP gefasst wurde. Damals stimmte die SPÖ zu, heute tut sie so, als ob das eine Schieflage wäre. In Wirklichkeit geht es um die überfällige Aufwertung des ländlichen Raumes. Was den Sockelbetrag für die Bergbauern betrifft, musste er erstens auf Grund er von der SPÖ hinterlassenen dramatischen Budgetlage um ein Jahr verschoben werden, zweitens ist auch er von der SPÖ, solange sie in der Regierung war, mitgetragen worden. Der Dieselölpreis schließlich ist einer der höchsten Europas und es ist einfach eine Notwendigkeit, ihn zu senken, damit Österreichs Bauern konkurrenzfähig bleiben können", betont Penz.

Der Bauernbunddirektor erinnert, dass die Einkommen der Bauern seit EU-Beitritt mit Ausnahme des ersten Jahres ständig gesunken seien. "Im Vorjahr mussten die Bauern im vierten Jahr hintereinander Einkommenseinbussen hinnehmen. Es schrumpfte abermals um 3 Prozent. Dieser Entwicklung kann niemand tatenlos zusehen, sie gefährdet den ländlichen Raum. Die Maßnahmen der Regierung sind somit gerade noch rechtzeitiggekommen, um weitere Fehlentwicklungen zu bremsen."

Penz an Verzetnitsch: "Die Bauern Österreichs investieren pro Jahr rund 30 Milliarden Schilling. Ein Gutteil davon dient der Sicherung von Arbeitsplätzen - das sollte ein Gewerkschaftspräsident wissen. Oder vertritt er Arbeiter in jenen Industrien und Firmen nicht, die ihre Produkte an die Bauern verkaufen?"

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