LR Knotzer: Entschiedenes Eintreten gegen Kürzung der Wohnbauförderungsmittel

Wegfall der Zweckbindung wäre zu begrüßen

St. Pölten, (SPI) - "Ich hätte mir von meinen Regierungskollegen LH Erwin Pröll und LHStv. Liese Prokop ein entschiedeneres Auftreten gegen die vom Bund geplante Kürzung der Wohnbauförderungsmittel erwartet. Für mich als zuständiger Gemeinde- und Wohnbaureferent kommt dieses Ansinnen einem Anschlag gegen die Interessen Niederösterreichs gleich, den es abzuwehren gilt. Einem Wegfall der Zweckbindung stehe ich jedenfalls positiv gegenüber", kommentiert der Gemeindereferent der NÖ Landesregierung, LR Fritz Knotzer, ein am vergangenen Freitag zwischen LH Erwin Pröll und VP-Finanzsekretär Alfred Finz geführtes Gespräch.****

Man kann in NÖ weder von einem Überangebot, noch von einem sinkenden Bedarf in Sachen Wohnbau sprechen. So wurden im Jahr 1998 18.850 Wohneinheiten bewilligt, im Jahr 1999 waren es bereits 20.752. Dies ergibt im Neubaubereich eine Steigerung von 5,48 %, im Bereich der Sanierung von 14,61 %. Auch für das Jahr 2000 ist ein entsprechender Mehrbedarf zu erwarten, vor allem im Althaussanierungsbereich zeigt sich ein großer Nachholbedarf. Kürzungen der Wohnbauförderungsmittel des Bundes sind für NÖ daher strikt abzulehnen. NÖ würde sich zudem eine Kunjunkturlokomotive nehmen lassen, Investitionen in der Größenordnung von mehreren Milliarden Schilling wären gefährdet, Arbeitsplätze könnten verloren gehen. "Ich hoffe, dass dies die Verhandler für NÖ im Zuge der Finanzausgleichsverhandlungen, allen voran Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka, ebenso sehen", so LR Knotzer.

Eine weitere Zielsetzung wird es sein, Wohnen im allgemeinen billiger zu gestalten. Günstiger Wohnraum für die Jugend und Jungfamilien, Wohnungen, die nach den letzten Erkenntnissen, beispielsweise des Energiesparens, ausgestattet sind und damit den Familien Kosten sparen helfen, und finanzielle Unterstützungen und Hilfeleistungen gemäß dem sozialen Bedarf der Wohnungswerber sind dabei die Eckpfeiler der Wohnbaupolitik in Niederösterreich. "Mehr Investitionen für die Althaussanierung und damit auch für die Revitalisierung der Ortskerne wird in Niederösterreich bereits seit Jahren praktiziert. Damit sollen nicht nur neue Wohnungen geschaffen und Arbeitsplätze gesichert werden, sondern auch unzählige kultur-und industriehistorisch wertvolle Bauten erhalten bleiben. Mit der Revitalisierung der Ortskerne fließen Wohnbaumittel in die Herzen der Städte und Dörfer und sorgen damit für die Bewahrung der Schönheit unserer Gemeinden", so LR Fritz Knotzer abschließend.
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