Forschungsergebnisse bestätigen die Kosteneffektivität von TAXOL bei der Behandlung von Brustkrebs im Frühstadium

New Orleans, USA (ots) - Die Daten der Kosteneffektivität können dazu führen, dass mehr Brustkrebspatientinnen Zugang zur lebensrettenden TAXOL-Therapie erhalten.

Die Ergebnisse des Cancer and Leukaemia Group B (CALGB 9344) Versuchs, der die dramatische Überlebensrate aufzeigte, die erzielt wurde, wenn TAXOL (Paclitaxel) der Standard-Chemotherapie bei der Behandlung von Brustkrebs hinzugefügt wurde, werden jetzt durch eine Studie von Ökonomen des Gesundheitswesens vervollständigt, die aufzeigt, wie kostenwirksam TAXOL bei der Rettung von Leben ist.

Nach Aussage von Dr. Lieven Annemans, einem Ökonom des Gesundheitswesens an der Freien Universität von Brüssel, kostet die Verwendung von TAXOL als zusätzliche Chemotherapie bei Brustkrebs pro gerettetem Lebenjahr ca. 10.800 Euro. "Diese Zahl ist überraschend niedrig und eine sehr positive Feststellung", sagte hierzu Dr. Annemans, dessen Poster-Präsentation der Höhepunkt auf dem 36. jährlichen Treffen der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in New Orleans war.

Der CALGB-Versuch demonstrierte, dass durch das Hinzufügen von TAXOL zur Chemotherapie nach einer Brustkrebsoperation die Anzahl der Todesfälle um 26 Prozent reduziert wird, verglichen mit der herkömmlichen Adjuvans-Behandlung (Doxorubicin plus Cyclophosphamid) allein. Diese Daten - die kürzlich durch eine Analyse der 30-monatigen Nachbehandlungsdaten der Studie bestätigt wurden - waren das Ergebnis eines der wichtigsten Versuche in der Geschichte der Brustkrebsbehandlung.

Dr. Annemans und seine Kollegen verwendeten zuerst belgische Daten über Kosten und die Verwendung von Ressourcen bei Brustkrebs, um die finanziellen Auswirkungen zu beurteilen, die das Behandlungsprotokoll mit sich bringt, welches jetzt von den CALGB-Versuchsleitern vorgeschlagen wird. Die Gruppe fuhr dann fort, Kosten der Gesundheitsfürsorge für die Adjuvans-Therapie mit TAXOL in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Schweden und Großbritannien zu errechnen.

Die Schlußfolgerung von Dr. Annemans ist, dass die Verwendung von weniger aktiven, älteren Behandlungsmethoden bei Brustkrebs, obwohl diese eigentlich billiger ist, sehr viel teurer sein kann als die neueren Medikamente, wenn die Kosten mit der Wirksamkeit in Verbindung gebracht werden. Außerdem werden die zusätzlichen Kosten für TAXOL teilweise durch die reduzierten Ausgaben für die Diagnose und die Behandlung bei einer Wiederkehr der Krankheit ausgeglichen.

"TAXOL hilft, ein Wiederauftreten der Krankheit zu verhindern und die Behandlung eines Rezidivs ist sehr teuer", stellte Dr. Annemans fest.

Die durchschnittliche europäische Kostenwirksamkeitszahl betragt ca. 10.800 Euro pro gerettetes Lebensjahr. Diese Zahl ist vergleichbar mit den Daten, die aus einer Untersuchung stammen, in der TAXOL plus Cisplatin bei fortgeschrittenem Eierstockkrebs verwendet wurde, eine weitere Krankheit, bei der dieses Medikament äußerst wirksam ist und allgemein als sehr kosteneffektiv eingestuft wird.

Zu einem Zeitpunkt, in dem erheblicher Druck auf die Budgets des Gesundheitswesens in ganz Europa ausgeübt wird, fügen diese Feststellungen der Tatsache, dass TAXOL die Zukunftsaussichten für Frauen mit Brustkrebs verbessert, eine wichtige neue Dimension hinzu.

Die Behandlung mit Medikamenten als Nachbehandlung nach dem operativen Eingriff wird Adjuvans-Therapie (Chemotherapie als zusätzliche Behandlung) genannt. Sie wird als eine Sicherheitsmaßnahme verabreicht, wenn sie der Krebs über den ursprünglichen Tumor hinaus ausgebreitet haben kann.

In dem CALGB Versuch hatten alle behandelten Frauen befallene Lymphknoten unter dem Arm und galten daher als Patienten mit hohem Risiko für eine Metastasenbildung.

In der europäischen Gemeinschaft wird jährlich bei 250.000 Frauen Brustkrebs diagnostiziert. Davon sind ca. 100.000 Frauen Kandidaten für die zusätzliche Chemotherapie.

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