"Kleine Zeitung" Kommentar: "Erhofftes Ende" (von Johannes Kübeck)

Ausgabe vom 22.5.2000

Graz (OTS) - Eine der unappetitlichsten Politaffären ist gestern nach zähen
eineinhalb Jahren zum erhofften Ende gekommen. Der wegen sexueller Übergriffe - nicht rechtskräftig - verurteilte Bürgermeister von Windischgarsten, Franz Hufnagl, musste dem Wählerwillen weichen.

Zuvor hat er durch sein Sesselkleben und viele knifflige Schritte buchstäblich alles getan, um seinen eigenen Ruf, den seiner Gemeinde, den seiner Partei und den der Politiker zu beschädigen.

Zumindest was ihn selbst betrifft, ist ihm das gründlich gelungen. Nur 13,2 Prozent der Windischgarstener entschieden sich gestern bei der Direktwahl des Gemeindeoberhauptes für ihn, nur 11,8 Prozent für seine Liste.

Damit ist für diesen Ort endlich der Neuanfang möglich, den Hufnagl mit allen Mitteln zu verhindern suchte.

Die Bürger haben das getan, was ihr einst gewählter Bürgermeister aus Egoismus, Sturheit und falschem Mannestum verhindert hat: den Namen von Windischgarsten von einem unsäglichen Schatten zu befreien.

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