Die Abgründe der Motorradfahrerseele

Noch unveröffentlichte Studie geißelt Selbstüberschätzung, Selbstverliebtheit und Raserei

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, sind 87 Prozent aller österreichischen Motorradfahrer von ihrer "hohen Selbstbeherrschung, Selbstkontrolle und langanhaltenden Konzentrationsfähigkeit" überzeugt. Das ergab eine noch geheimgehaltene Studie, die der Wiener Kommunikationsforscher Michael Praschl im Auftrag des Landes Niederösterreich erstellte. Angst, selbst einen Unfall zu verursachen, plagt gerade sieben Prozent - obwohl 62 Prozent aller laut Eigendefinition 'rasanten' und 42 Prozent aller 'zurückhaltenden' Motorradfahrer breits mindestens einmal verletzt im Straßengraben landeten. Alarmierendes Detail: Knapp 90 Prozent aller unfallerprobten Fahrer sind unerschütterlich davon überzeugt, ihr Zweirad "bei hoher Geschwindigkeit sehr gut zu beherrschen". Weitere beunruhigende Eckdaten der druckfrischen Untersuchung: Jeder dritte Motorradfahrer bekennt freimütig, stets für ein kleines Rennen zu haben zu sein, jeder vierte huldigt dem Leitspruch "No risk, no fun", die durchschnittliche persönliche Höchstgeschwindigkeit liegt bei 217 km/h. Zudem legen Österreichs Motorradfahrer eine ungewöhnlich stark ausgeprägte Selbstverliebtheit an den Tag: So fühlen sich 83 Prozent hoch zu Bike "sehr attraktiv und ästhetisch". Nur auf verhaltenes Echo würde eine großangelgter Vernunftappell des Verkehrsministers stoßen: Zwei Drittel aller Motorradfahrer würden eine Kampagne ignorieren, bei der er als Schirmherr auftritt.

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