Projektanrainer des Lainzer Tunnels werfen Wiener Stadtregierung politischen Amoklauf vor

Wien (OTS) - Die heftigen Proteste der Wiener Stadtregierung gegen den Projektstop zum Lainzer Tunnel werden von den Anrainerinitiativen hart kritisiert. "Wenn Bürgermeister Häupl als Folge den Niedergang des Wirtschaftsstandortes Wien prophezeit und Stadtrat Svihalek (SP) FP-Verkehrsminister Schmid, der verantwortungsvoll die Notbremse gezogen hat, auf Schadenersatz klagen will, dann ist das höchst unseriös" meint Bürgersprecher Franz Schodl.

Politischen Amoklauf werfen die Projektanrainer VP-Stadtrat Berhard Görg vor, der Hietzinger Wohnbevölkerung mit nachweislich falschen Behauptungen eine Lärmhölle entlang der bestehenden Gleisverbindung zwischen West- und Südbahn ankündigt, sollte die umstrittene Milliardenröhre nicht gebaut werden. Während Görg von täglich 200 Güterzügen spricht, widerlegt ihn das Verkehrsministerium klar: "Aus der Tatsache, das 98 Güterzüge innerhalb von 24 Stunden fahren werden, ist keine massive gesundheitliche Beeinträchtigung ableitbar." (Baubescheid "Verbindungstunnel", S.62).

Als glatte Irreführung werten die Initiativen auch das beharrliche Verschweigen der Tatsache, dass laut ÖBB bei allfälligem Betrieb des Lainzer Tunnels dennoch reger Verkehr (S-Bahn; auch Güterzüge!) auf der Verbindungsbahn für altbekannte Probleme wie unzumutbaren Lärm und wartende Autoschlangen an häufig geschlossenen Schranken sorgen wird.

"Nicht der Projektstop zum Lainzer Tunnel ist ein Politiskandal, sondern der Umstand, dass jetzt ausgerechnet jene Stadtpolitiker den Minister für ein Horrorszenario haftbar machen wollen, für das sie ggfs. selbst verantwortlich sind" kritisiert Schodl. "Oder hat man bereits vergessen, dass die Herren Häupl und Görg die von tausenden Hietzingern verlangte Tieflegung und Eindeckung der bestehenden Verbindungsbahn schon jahrelang verhindern und gleichzeitig das umstrittene Tunnelprojekt vorantreiben, indem sie

+ die nach geltendem EU-Recht vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung zum Lainezr Tunnel verhindert haben?

+ den Baubeginn des Tunnels medienwirksam eingeleitet haben, noch lange bevor das Gesamtprojekt genehmigt war?

+ die von anerkannten Experten nachgewiesenen groben Sicherheitsmängel der geplanten Hochgeschwindigkeitsröhre völlig ignoriert haben?"

Nach Meinung der Initiativen sollte die Wiener Stadtregierung nun gemeinsam mit dem Verkehrsminister den Projektstop Lainzer Tunnel dazu nützen, eine umfassende Lösung einschließlich des Problems Verbindungsbahn durch Ausbau samt Tieflegen und Eindecken anzustreben. Begleitend dazu müßten alle Baurbeiten ruhren,

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